Vodafone: Corona bremst Roamingumsatz und Wachstum

Die Deutschlandtochter bleibt ein Zugpferd des britischen Vodafone-Konzerns. Der Rückgang des internationalen Reiseverkehrs drückt aber auf die Einnahmen.

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(Bild: Filmbildfabrik/Shutterstock.com)

Von
  • Volker Briegleb

Die Coronakrise hat die Geschäftsentwicklung des Telekommunikationskonzerns Vodafone gebremst. In dem bis Ende Dezember laufenden dritten Quartal des Geschäftsjahres stieg der Service-Umsatz der Deutschlandtochter des britischen Konzerns leicht um ein Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, wie Vodafone am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Davon entfielen 1,3 Milliarden Euro auf die Mobilfunksparte und 1,6 Milliarden Euro auf das Festnetz.

Gebremst wird das Wachstum von einem Rückgang der Roamingumsätze. In Coronazeiten haben weniger heimische Kunden auf Auslandsreisen ihr Vodafone-Handy benutzt beziehungsweise es haben sich weniger ausländische Reisende hierzulande mit dem Vodafone-Netz verbunden. Betrachtet man den Umsatz ohne die Roaming- und Großhandelssparte, so lag hier das Plus im Vergleich zum Vorjahresabschnitt bei 2,5 Prozent. Angaben zum Gewinn machte die Firma nicht.

Mit einem Zuwachs von 99.000 Verträgen verzeichnet die Mobilfunksparte nun über 19 Millionen Vertragskunden, teilte das Unternehmen weiter mit. Im Prepaid-Segment verzeichnet Vodafone 122.000 neue Kunden. Insgesamt hat Vodafone Deutschland nun über 30,7 Millionen Mobilfunkkunden und 57 Millionen SIM-Karten im Netz.

Im Festnetz haben sich nach Unternehmensangaben 98.000 Kunden neu für einen schnellen Kabelanschluss entschieden. Dabei haben zahlreiche Kunden von DSL auf Kabel gewechselt. Den Nettokundenzuwachs im gesamten Festnetzbereich (Kabel und DSL-Resale) beziffert Vodafone auf 56.000. Insgesamt hat das Unternehmen knapp 11 Millionen Festnetzkunden, davon 8 Millionen im Kabelnetz.

Vodafone Deutschland ist ein Zugpferd für den britischen Konzern, in anderen Staaten lief es schlechter – konzernweit musste Vodafone im dritten Quartal ein Umsatzminus von 4,7 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro hinnehmen. Rechnet man Wechselkursschwankungen sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen heraus, betrug das Minus aus eigener Kraft 0,3 Prozent. (Mit Material der dpa) / (vbr)