Vodafone Deutschland: Glasfaseranschlüsse und Roaming treiben Umsatz

Der Service-Umsatz von Vodafone in Deutschland ist um 1,4 Prozent gestiegen. Glasfaserkabelanschlüsse sind gefragt.

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(Bild: Filmbildfabrik/Shutterstock.com)

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  • Oliver Bünte

Vodafone Deutschland profitiert im ersten Geschäftsquartal von der hohen Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen. Im Mobilfunkbereich sind die Roaming-Umsätze gestiegen, weil wieder mehr gereist wird, teilte Vodafone am Freitag mit. Der gesamte Service-Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,4 Prozent auf 2,82 Milliarden Euro.

Im Vergleich zu den drei vorangegangenen Quartalen musste Vodafone jedoch leicht Federn lassen. Den von Vodafone veröffentlichten Kennzahlen nach hatte Vodafone Deutschland hier noch Umsätze von 2,883 Milliarden Euro in Q2, 2,912 Milliarden Euro in Q3 und 2,885 Milliarden Euro in Q4 des vorherigen Geschäftsjahres. Dabei hatte Vodafone von den Lockdowns und Corona-Maßnahmen profitiert. Mit den Lockerungen hat sich das Geschäft nun etwas verschlechtert. Angaben zum Gewinn machte Vodafone nicht.

Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres stehen die Service-Umsätze im Bereich Mobilfunk mit einem Plus von 2,3 Prozent in den Büchern. Rund 1,25 Milliarden Euro erwirtschaftete Vodafone. Nach Angaben von Vodafone sei die Anzahl der SIM-Karten um 1,5 Millionen auf 60 Millionen angestiegen. Vodafone spricht von 30,9 Millionen Mobilfunk-Kunden, die das LTE- und 5G-Netz von Vodafone in Deutschland nutzen, rund 729 Millionen Kunden mehr als noch im Vorjahresquartal und knapp 100.000 mehr als im Quartal zuvor. Der Anteil der Vertragskunden liegt bei 61,4 Prozent. Die Kundentreue sei die höchste der Firmengeschichte, betont Vodafone. So beträgt die Kündigungsrate 10,7 Prozent.

Besonderer Treiber im Mobilfunkgeschäft sei das Roaming. Die zunehmende Reisetätigkeit nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen seien dafür verantwortlich.

Bis Ende des Jahres will Vodafone 30 Millionen Menschen 5G-Mobilfunk anbieten können, derzeit sind es 25 Millionen.

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Im Festnetzbereich legt Vodafone um 0,6 Prozent auf 1,618 Milliarden Euro zu. Der Löwenanteil des Zuwachses geht auf das Konto der Glasfaserkabelanschlüsse. Hier konnte Vodafone 33.000 Neukunden gewinnen. Dabei präferieren die Kunden Anschlüsse mit 250 Mbit/s und mehr. Im Festnetz insgesamt hat das Mobilfunkunternehmen 10,95 Millionen Kunden, 7000 Kunden sind im Vergleich zum Vorjahr dazugekommen.

Weniger gut lief es im TV-Bereich: Hier ging die Anzahl der Kunden auf 13,406 Millionen zurück, ein Verlust von etwa 75.000 im Jahresvergleich.

(olb)