Vodafone: Emiratisches Telekommunikationsunternehmen wird größter Aktienbesitzer

Das staatliche Telekommunikationsunternehmen der Vereinigten Arabischen Emirate wird größter Aktionär beim britischen Vodafone-Konzern.

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(Bild: Filmbildfabrik/Shutterstock.com)

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  • Tilman Wittenhorst

Das staatliche Telekommunikationsunternehmen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwirbt knapp 10 Prozent der Aktien der Vodafone Group und wird damit größter Anteilseigner des britischen Konkurrenten. Bis Februar dieses Jahres war die emiratische Telekommunikations-Gruppe unter der Markenbezeichnung Etisalat tätig, inzwischen führt sie die Eigenbezeichnung e&. Das berichtet Bloomberg.

Demnach erwarb e& im Zuge einer weltweiten Expansionsstrategie 9,8 Prozent der Aktien von Vodafone für einen Preis von insgesamt 4,4 Milliarden US-Dollar. Laut einer Berechnung von Bloomberg wäre das ein Aufschlag von etwa 10 Prozent gegenüber dem Preis pro Aktie, wie er zu Handelsschluss am Freitag feststand. Mit dem Kauf wird e& zum größten Aktionär, noch vor großen Investoren wie Blackrock und Vanguard und der britischen Großbank HSBC.

Am Samstag teilte das Unternehmen mit, es wolle langfristig in Vodafone investieren und plane außerdem nicht, den Konkurrenten durch Erwerb aller übrigen Aktien zu übernehmen. Man wolle sich bei einem weltweit führenden Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen engagieren und eine Partnerschaft aufbauen, teilte e& mit. Auch Vodafone sei an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert, schreibt Bloomberg.

Die Vodafone hatte zuletzt ordentliche Geschäftsergebnisse zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 bekannt gegeben. Das Unternehmen ist bestrebt, Beteiligungen einzugehen und die Konsolidierung im Telekommunikationsmarkt voranzutreiben.

(tiw)