Voi holte bisher fast 200 E-Stehroller aus deutschen Gewässern

Der E-Stehroller-Verleiher Voi wird nach eigenen Angaben sofort aktiv, sollte ein Roller in einem Gewässer landen. Er gab auch Auskunft über die Bergungskosten.

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Voi präsentiert seine E-Stehroller gerne vor Gewässern: "The Voi (r.u.), "Voiager 1" (l.u.), "Voiager 2" (r.o.) und "Voager 3x" (l.o.).

(Bild: Vor)

Von
  • Andreas Wilkens

Der Elektro-Stehroller-Verleiher Voi schickt ein Flottenteam los, um Leih-Gefährte zu bergen, die im Wasser landen. Seitdem das Unternehmen in Deutschland aktiv ist, habe es knapp 200 E-Stehroller aus hiesigen Gewässern geholt, erläuterte der für Deutschland zuständige General Manager Claus Unterkircher gegenüber heise online.

An allen Standorten führe Voi regelmäßige Routinekontrollen durch. Außerdem kooperiere das Unternehmen mit lokalen Bergungs-Initiativen wie zum Beispiel der Isaarrettung in München und Rena Mälaren in Stockholm. Die Bergungskosten beliefen sich auf rund 200 Euro pro Gerät, sie können jedoch je nach Gewässer und Umstände auch höher liegen, schließlich sei die Bergung aufwändig und erfordere spezielles Gerät, teilte Unterkicher mit.

Er machte damit konkretere Angaben als seine ebenfalls von heise online befragten Konkurrenten. Diese hatten auf Anfrage von heise online vagere Aussagen zum Ausmaß des Vandalismus mit ihren Leih-Rollern gemacht.

"Solange das Ortungssystem funktioniert, können wir die E-Scooter orten. Ansonsten orientieren wir uns am letzten bekannten Standort", erläuterte Unterkircher. Die meisten Scooter habe sein Unternehmen in kurzer Zeit wiederfinden und gegebenenfalls reparieren können. "Nur in wenigen Einzelfällen bleibt ein Scooter wirklich unauffindbar."

Bisher ist Voi in 15 deutschen Städten aktiv, weitere sollen folgen. Mit der Zusammenarbeit mit den dortigen zuständigen Stellen zeigte sich Unterkircher "sehr zufrieden". "Um die Anbindung der Scooter an die örtliche Verkehrsinfrastruktur - insbesondere den öffentlichen Nahverkehr - zu verbessern, wollen wir die Zusammenarbeit an allen Standorten noch weiter vertiefen."

Städte und Verleiher über E-Stehroller

Aus den Städten selbst kamen auf Anfrage von heise online gemischte Rückmeldungen. Aus Frankfurt am Main hieß es, der Bund lasse "aufgrund des Drucks von Anbieterseite nachgerade 'innovationsbesoffen' neue Mobilitätsgadgets für den Straßenverkehr zu, die Position der Städte und Gemeinden spielt wie üblich keine Rolle".

E-Stehroller im öffentlichen Verkehr (60 Bilder)

Seit dem 15. Juni 2019 sind Elektro-Stehroller, auch E-Tretroller oder E-Scooter genannt, auf öffentlichen Straßen in Deutschland zugelassen. Schon wurden die ersten in deutschen Städten gesichtet.
(Bild: Lime)

(anw)