Volkswagen: 5000 Stellen in Hannover sollen wegfallen

In der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen soll die Zahl der Mitarbeiter drastisch reduziert werden. Die Produktion soll teilweise nach Polen verlagert werden.

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Gut ausgestattete Fahrzeuge böten für etwa 10.000 Mitarbeiter in Hannover eine Perspektive, argumentiert Sedran.

(Bild: VW)

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Der Volkswagen-Konzern will in seiner Sparte Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) in den kommenden Jahren etwa 5000 Stellen im Stammwerk Hannover streichen und Teile der Fertigung nach Polen verlagern. „Ein weiterer Hebel unseres Kostensenkungsplans ist, über natürliche Fluktuation am Standort Hannover die Belegschaft von 15.000 auf 10.000 Mitarbeiter zu reduzieren“, sagte VWN-Chef Thomas Sedran der Branchenzeitung Automobilwoche (Ausgabe vom 22. Juni 2020). Nutzfahrzeuge für Gewerbekunden sollen demnach künftig in Polen gebaut werden oder vom neuen Partner Ford kommen. In Hannover verbleibt die Produktion teurerer Fahrzeuge wie teuren Vans oder von 2022 an auch des vollelektrischen ID.Buzz.

Sedran betonte, der Betriebsrat habe den Plänen zugestimmt, „indem wir aufgezeigt haben, dass man Nutzfahrzeuge für 20.000 Euro in Deutschland schlicht nicht mehr bauen kann, ohne draufzulegen“. Gut ausgestattete Fahrzeuge böten hingegen für etwa 10.000 Mitarbeiter in Hannover eine Perspektive. „Gleichzeitig haben wir eine Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2029 – all das natürlich mit dem Betriebsrat gemeinsam vereinbart“, sagte Sedran. In Polen produziert VWN bereits die Modelle Caddy (Test), Transporter und Crafter. Auch E-Autos werden dort hergestellt. Im vergangenen Jahr liefen in den polnischen VW-Werken rund 270.000 Fahrzeuge vom Band.

(mfz)