Volkswagen baut kein neues Werk in der Türkei

Wegen „der durch die Corona-Krise erfolgte Einbruchs der globalen Automobilnachfrage” will Volkswagen das bereits geplante Werk in der Türkei doch nicht bauen.

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VW Passat Produktion im Werk Emden

(Bild: Volkswagen)

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Volkswagen zieht die Pläne für den Bau eines neuen Werks in der Türkei mit sofortiger Wirkung zurück. „Hintergrund ist der durch die Corona-Krise erfolgte Einbruch der globalen Automobilnachfrage”, erklärte das Unternehmen am Mittwoch (1. Juli 2020) in Wolfsburg.

Das Projekt für die Fabrik in Manisa bei Izmir war so gut wie beschlossen, war zuletzt aber aufgeschoben worden. Volkswagen hatte angesichts einer international massiv kritisierten Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien Mitte Oktober 2019 den Beschluss für ein neues Werk nahe Izmir verschoben.

Der Konzern hatte unter anderem die Produktion des bisher in Emden hergestellten Passat und des Skoda Superb an einen anderen Ort verlagern wollen. Anfangs hatten sich auch Rumänien und Bulgarien Hoffnung auf ein mögliches neues Volkswagen-Werk gemacht. Anfang Oktober 2019 gründete der Konzern eine türkische Tochtergesellschaft. Die Firma wurde ins Handelsregister eingetragen und mit einem Kapital von umgerechnet rund 164 Millionen US-Dollar ausgestattet.

(fpi)