Vor 10 Jahren: Steve Jobs übergibt das Apple-Ruder an Tim Cook

Aus gesundheitlichen Gründen räumte Jobs im August 2011 den Chefposten. Als Nachfolger wählte er keinen Produkt-Visionär, sondern einen Betriebsspezialisten.

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Steve Jobs

Steve Jobs bei der Präsentation des iPhones im Jahr 2007.

(Bild: dpa, John G. Mabanglo)

Von
  • Leo Becker

Vor genau 10 Jahren endete die (zweite) Ära Jobs bei Apple: Am 24. August 2011 trat Steve Jobs von seinem Posten als Vorstandschef zurück: Er könne seine "Pflichten und die Erwartungen bei Apple nicht mehr erfüllen", schrieb der schon länger erkrankte Jobs in einer persönlichen Mitteilung. Er freue sich aber darauf, "in einer neuen Rolle den Erfolg Apples beobachten und zu ihm beitragen zu können".

Der Gesundheitszustand des Apple-Mitgründers hatte zuvor bereits für Spekulationen gesorgt. Jobs musste wegen einer schweren Krebserkrankung mehrmals eine Auszeit nehmen, der für das operative Geschäft zuständige COO Tim Cook übernahm dabei bereits das Ruder, der im August 2011 dann offiziell der neue Apple-CEO wurde.

Jobs hatte Apple im Jahr 1976 mit Steve Wozniak und Ronald Wayne gegründet. 1985 musste er Apple nach einem internen Machtkampf verlassen und kehrte erst 1997 zurück – durch Apples Aufkauf von Jobs' neuer Firma Next.

Im Anschluss krempelte Jobs das vor dem Konkurs stehende Unternehmen um und lieferte zusammen mit Chef-Designer Jony Ive mehrere wegweisende und extrem populäre Produkte – vom bunten iMac und Mac OS X über den iPod bis hin zu iPhone und später auch iPad mit iOS. Steve Jobs verstarb wenige Wochen nach seinem Rücktritt vom Chefposten.

Als Nachfolger wählte Jobs keinen Produkt-Visionär, sondern einen Betriebsspezialisten: Tim Cook versuchte in den vergangenen Jahren gar nicht erst, in Jobs' Fußstapfen zu treten, stattdessen konzentrierte er sich auf die Optimierung des Konzerns rund um das extrem erfolgreiche iPhone und die Erschließung neuer Geschäftssparten wie Diensten sowie Wearables – und verwandelte Apple so von einem mittelgroßen Computer-Hersteller zu einem der größten Konzerne der Welt.

Das "nächste große Ding" lieferte Cooks Apple bislang nicht, doch das Unternehmen forscht und arbeitet intensiv an künstlicher Intelligenz, autonomen Systemen, Augmented Reality, einem Mixed-Reality-Headset, Gesundheitsprodukten und nicht zuletzt einem Elektroauto.

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In einem Interview erklärte Cook jüngst überraschend, in zehn Jahren werde er wohl nicht mehr der Apple-Chef sein. Das Ende sei zwar noch nicht in Sicht, doch weitere zehn Jahre seien eine sehr lange Zeit. Intern bereitet sich Apple bereits auf die Nachfolge vor – schweigt sich bislang aber öffentlich dazu aus.

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(lbe)