Vor 20 Jahren: Mac OS X tritt an – als Public Beta

Im September 2000 begann Apple den öffentlichen Testlauf seines neuen Betriebssystems – mitsamt bunter Aqua-Bedienoberfläche. Kostenlos war das nicht.

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Von
  • Leo Becker

Das Macintosh Operating System mit Unix-Unterbau wird 20: Auf der Apple Expo in Paris stellte Steve Jobs am 13. September 2000 die von vielen Nutzern lange ersehnte Public Beta von Mac OS X vor. Die große Neuauflage des Betriebssystems hatte Jobs mehr als zwei Jahre zuvor als Zusammenführung des NextStep-basierten Rhapsody mit dem klassischen Mac OS angekündigt. Ursprünglich kam dafür noch die Platinum-Oberfläche von Mac OS 8 zum Einsatz, die bunte Bedienoberfläche Aqua war erst Anfang 2000 präsentiert worden.

Die Public Beta von Mac OS X gab es nicht einfach zum Download: Das Betriebssystem musste auf CD-ROM bestellt werden – zum Preis von 79 DM.

Die Public Beta von Mac OS X mit Aqua-Bedienoberfläche.

(Bild: Guidebookgallery)

Stephan Ehrmann, Chefredakteur der Mac & i, schrieb damals auf heise online:

"Für den Alltagsbetrieb fehlen der 'Public Beta'-Version noch einige essentielle Bestandteile. Die USB- und FireWire-Treiber beispielsweise sind noch nicht fertig, und Peripherie von Drittanbietern, 'die nicht zu Ihrem Computer gehört, könnte noch nicht funktionieren', so Apple. Da bislang nur wenige Drittanbieter Mac-OS-X-Treiber für ihre Peripherie fertig haben, wird man übergangsweise also noch Mac OS 9 booten müssen, um etwa zu drucken oder eine CD zu brennen. Auch PCI-Karten, SCSI- und ADB-Geräte will Apple erst in einer späteren Version vollständig unterstützen, ebenso wie das Power-Management oder die Vernetzung über das drahtlose AirPort.

Dennoch werden sicherlich viele Mac-Fans die CD-ROM bestellen, weil sie seit Jahren auf ein stabiles Betriebssystem mit echten Multitasking- und Multiprocessing-Fähigkeiten warten."

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Aqua bestimmt bis heute das Erscheinungsbild von macOS, ein größeres Neu-Design steht mit macOS 11 Big Sur unmittelbar bevor. Der Unterbau des Betriebssystems läuft längst auch auf anderer Apple-Hardware von iPhone über iPad bis hin zur Apple Watch.

Die damals heiß diskutierte Meldung lässt sich weiter im Original auf heise online nachlesen:

(lbe)