Wasserstoff: Daimler baut 5000 schwere Lkw, Shell die Tankstellen dafür

Bis 2030 will Daimler tausende schwere Brennstoffzellen-Lkw an Kunden bringen. Shell soll die nötige Infrastruktur bauen.

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Daimlers Wasserstoff-Truck Mercedes GenH2 wird zurzeit intensiv getestet.

(Bild: Daimler)

Von
  • Andreas Wilkens

Daimler will bis 2030 etwa 5000 schwere Lkw an Kunden bringen, die mit Wasserstoff betrieben werden. Die nötigen Tankstellen dafür will Shell bauen, bis zu dem Jahr 150 an der Zahl. Das haben die beiden Unternehmen nun vereinbart.

Zunächst will Shell Wasserstoff-Tankstellen in Rotterdam, Köln und Hamburg errichten. Das Netz soll kontinuierlich ausgebaut werden. Daimler will laut Mitteilung ab 2025 die ersten schweren Brennstoffzellen-Lkw an Kunden übergeben. Außerdem wollen die beiden Unternehmen einen offenen Wasserstoff-Betankungsstandard etablieren.

Daimler testet seinen Brennstoff-Lkw Mercedes GenH2.
(Quelle: Daimler)

Daimler Truck und Shell sind Gründungsmitglieder des kürzlich ins Leben gerufenen Konsortiums H2Accelerate, das die Einführung des wasserstoffbasierten Transports in Europa vorantreiben will. Shell will zusammen mit Vattenfall und Mitsubishi Heavy Industries in Hamburg selbst grünen Wasserstoff produzieren. Am Standort des Kohlekraftwerks Moorburg soll ein Elektrolyseur mit mindestens 100 Megawatt Leistung entstehen.

Daimler hat voriges Jahr seine Brennstoffzellen-Entwicklung mit der von Volvo zusammengelegt. Seit Ende April dieses Jahres ist ein Truck des Typs Mercedes-Benz GenH2 auf einer Teststrecke unterwegs, 2023 soll der Lkw von Kunden erprobt, 2027 in Serie produziert werden. Ziel der Entwicklung des Trucks sind Reichweiten von 1000 km.

(anw)