Wasserstoff: Siemens baut Elektrolyseure in Berlin zusammen mit Air Liquide

Ab 2023 soll in der deutschen Hauptstadt eine Fabrik Elektrolyseure produzieren. 2025 soll die Kapazität jährlich 3 GW betragen.

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Produktion von Elektrolyseuren.

(Bild: Siemens Energy)

Von
  • Andreas Wilkens

Siemens Energy will die geplante Fabrik in Berlin, in der industriell Elektrolyseure hergestellt werden sollen, zusammen mit Air Liquide betreiben. Die Produktion soll in der zweiten Hälfte 2023 beginnen, bis 2025 soll die jährliche Kapazität auf 3 GW hochgefahren werden, teilt Siemens Energy mit.

Der deutsche Konzern hat für das Vorhaben mit dem französischen Hersteller von Gas für Industrie und Medizin – nach Linde weltweit der zweitgrößte – ein Joint Venture gegründet. Daran hält Siemens Energy 74,9 Prozent, den Rest Air Liquide. Die Kartellwächter müssen dem Geschäft noch zustimmen, geht aus einer Mitteilung von Siemens Energy hervor.

Die Stacks genannten Elektrolysemodule basieren auf der PEM-Elektrolyse, bei der Wasser mithilfe von Strom an einer protonendurchlässigen Membran in Wasserstoff und Sauerstoff getrennt wird. Sie sollen einen hohen Wirkungsgrad haben und eigneten sich besonders gut für den flexiblen Betrieb mit volatilen erneuerbaren Energien, schildert Siemens. Zusammen mit Air Liquide will das Unternehmen auch an der nächsten Generation von Elektrolyseur-Technik forschen.

Solche PEM(Proton Exchange Membrane)-Elektrolyseure von Siemens sollen beispielsweise in Anlagen wie dem Großprojekt der E-Methanol-Produktion von European Energy verwendet werden. In Kassø im Süden Dänemarks soll der für die Produktion des synthetischen Treibstoffs nötige Wasserstoff mithilfe von Strom aus einem Solarpark vor Ort produziert werden. Das Endprodukt E-Methanol soll dann an Unternehmen wie die dänische Reederei Maersk gehen.

Grüner Wasserstoff wird mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen, so wie es beispielsweise in Dänemark geplant ist. Die Fabrik in Berlin selbst soll ebenfalls mit nachhaltigem Strom betrieben werden, erklärte eine Sprecherin von Siemens Energy gegenüber heise online.

(anw)