Wayforward Machine – ein dystopischer Blick in das Internet der Zukunft

Wie sieht das Internet der Zukunft aus? Das Internet Archive antwortet mit der Wayforward Machine: eine Reise ins Jahr 2046, wo Wissen mit Daten erkauft wird.

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(Bild: VideoFlow/Shutterstock.com)

Von
  • Christine Bruns

Die Organisation Internet Archive stellt die Frage, wie die Zukunft des Internets wohl aussieht. Zum 25. Geburtstag ließ sie sich daher etwas ganz Besonderes einfallen – die Wayforeward Machine. Damit reist der Internet-Nutzer ins Jahr 2046 – oder zu dem, was das Internet dann sein könnte.

Dabei setzt die Organisation auf eine Dystopie. Webseiten können zwar aufgerufen werden, sind jedoch mit Pop-up-Fenstern versehen, die zur "freiwilligen" Abgabe persönlicher Daten zwingen. Werden diese nicht gegeben, bleibt die Website unscharf, der Inhalt ist nicht mehr frei zugänglich. Das Wissen im Netz muss mit der Abgabe persönlicher Daten erkauft werden.

Sieht so die Zukunft des Internets aus?

(Bild: Screenshot Wayforward Machine)

Warum das so kommen konnte, zeigt eine Timeline der Jahre 2022 bis 2046. Hier werden die jährlichen Einschränkungen der Freiheits- und Datenschutz-Rechte aufgelistet. Obwohl das Szenario nur ausgedacht ist, zeigt es doch eine mögliche Zukunft. Die Organisation möchte damit darauf hinweisen, dass es gut ist, nicht zu warten, bis es zu spät ist, sondern sich bereits jetzt dafür einzusetzen, dass es nicht dazu kommt. Einige Vorschläge, wie der Einzelne das tun kann, finden sich auf der Website.

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Das Internet Archive ist für die Wayback Machine bekannt, in der Webseiten aus allen Zeiten des Internets archiviert sind. Per Webadresse können diese aufgerufen werden. Eine Stichwortsuche ist ebenfalls möglich.

(cbr)