Web-Tipps: Covid-19, Handys, Synästhesie

In den Web-Tipps erfahren Sie, wie Covid unseren Sprachschatz beeinflusst, wir beleuchten die Entwicklung des Mobiltelefons und experimentieren mit Synästhesie.

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Von
  • Jo Bager

www.dwds.de/themenglossar/Corona

www.dw.com/de/a-59993438

nextstrain.org

impfdashboard.de

www.zeit.de/wissen/aktuelle-corona-zahlen-karte-deutschland-landkreise

Alpha, Beta, Gamma, Delta, Omikron – die griechischen Buchstaben dürften die meisten Menschen bis vor einigen Monaten allenfalls an den lang vergangenen Mathematikunterricht erinnert haben. Jetzt stehen sie für die Varianten des Covid-19-Virus. Wie sehr die Pandemie alleine den Sprachschatz verändert, lässt sich eindrücklich am Themenglossar zur Covid-19-Pandemie des "Deutschen Wortschatzes" ersehen. Vor Covid-19 gehörten heute alltägliche Begriffe wie Antikörpertest oder Reproduktionszahl wohl nur zum Fachvokabular von Virologen.

Aktuell ist Omikron die Variante von Covid-19, die Epidemiologen am besorgtesten beobachten. Aber welche Varianten gibt es noch – und was ist eigentlich mit den anderen griechischen Buchstaben? Das, und was die Bezeichnungen mit Diskriminierung und Rassismus zu tun haben, beantwortet die Deutsche Welle in ihrem Artikel "Woher die Omikron-Variante ihren Namen hat".

Wer den Varianten genauer nachspüren will, kann einen Blick in die Datensammlungen werfen, in denen Wissenschaftler ihre Sichtungen zusammentragen – zum Beispiel bei Nextstrain. Das internationale Projekt verfolgt das Ziel, die Ausbreitung und genetische Entwicklung von Erregern wie der Grippe oder von Covid-19 zu verfolgen. Dort finden sich auch Epsilon, Theta und Konsorten.

Suchen Sie allgemeinverständliche Informationen zu Impfungen und zur allgemeinen Covid-19-Situation, sind das Impfdashboard des Gesundheitsministeriums und die Corona-Karte der Zeit sehr gute Einstiegspunkte.

Mehr von c't Magazin Mehr von c't Magazin

www.mobilephonemuseum.com

Ben Wood sammelt seit mehr als 25 Jahren Mobiltelefone. Mit seinen Mitstreitern baut er das Mobile Phone Museum auf. Mehr als 2100 Geräte haben sie bereits zusammengetragen. Sie dokumentieren jedes Gerät auf der Homepage des Museums mit einer kurzen Beschreibung, ein paar Fotos, einem Werbevideo (falls vorhanden), dem Datum der Ankündigung und dem Gewicht. Ausführliche technische Daten hält das Museum allerdings nicht bereit.

Neben der vollständigen Liste präsentieren die Kuratoren auch spezielle Auswahlen, etwa die der meistverkauften oder hässlichsten Mobiltelefone. Haben Sie noch ein altes Gerät, das noch nicht in der Sammlung enthalten ist? Die Museumsmacher freuen sich über Spenden.


artsandculture.google.com/experiment/paint-with-music/YAGuJyDB-XbbWg

jazzkeys.plan8.co

Synästhesie bezeichnet die Kopplung zweier oder mehrerer physisch getrennter Modalitäten der Wahrnehmung – so die trockene Wikipedia-Definition. Derart veranlagte Menschen nehmen zum Beispiel Töne auch farblich wahr oder assoziieren eine bestimmte Körperhaltung mit einem Klang.

Google Arts & Culture macht mit seinem Experiment Malen mit Musik eine solche Verknüpfung jetzt auch für Menschen nachvollziehbar, die nicht synästetisch veranlagt sind. Man zeichnet dort mit Pinseln, die bestimmte Instrumente repräsentieren, Linien auf einen Hintergrund. Als Hintergründe stehen "Am Himmel", "Unter Wasser", "Auf der Straße" und "Auf Papier" zur Auswahl. Die Onlineanwendung beginnt dann, diese Partitur zyklisch immer wieder abzuspielen – eine stimmungsgeladene Symphonie. Ein fertiges Klanggemälde lässt sich per Link teilen.

JazzKeys verknüpft Texte mit Musik. Man tippt dort einen Text ein, den die Website Buchstabe für Buchstabe in Noten übersetzt und abspielt. Als Stile stellt die Website "Free form", "My Romance", "Blue in Green", "The Köln Concert" und "Peace Piece" zur Auswahl. Auch die JazzKeys-Kompositionen lassen sich als Link teilen, sodass man Freunden eine musikalische Nachricht schreiben kann.

c't Ausgabe 2/2022

In c’t 2/2022 haben wir für Sie das c’t-Notfall-Windows 2022 zusammengestellt. Mit dem Bausatz für das vom USB-Stick laufendes System finden Sie Viren, retten Daten oder setzen Passörter zurück. Wir beleuchten, wie die EU Schlupflöcher der DSGVO für Content-Scanner nutzen will, wir haben Highend-Smartphones getestet, mobile USB-C-Monitore und Server-Software für die private Mediensammlung. Ausgabe 2/2022 finden Sie ab dem 31. Dezember im Heise-Shop und am gut sortierten Zeitschriftenkiosk.

(jo)