WebAssembly: Wasmer 2.1 ermöglicht das Ausführen von Rust-Projekten im Browser

Das Open-Source-Paket Wasmer.js erhält ein Update und bringt Rust-Projekte in den Browser. Die Runtime für WebAssembly weiß darüber hinaus mit iOS umzugehen.

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(Bild: Andrey Suslov/Shutterstock.com)

Von
  • Madeleine Domogalla

Das Wasmer-Team hat Version 2.1 der Runtime für WebAssembly (Wasm) veröffentlicht. Das Update bringt plattformübergreifenden Support für WebAssembly-Anwendungen, überarbeitet die Unterstützung für iOS und aktualisiert die Compilerinfrastruktur LLVM.

Auch Wasmer-js hat ein Update erhalten. Es handelt sich dabei um ein Monorepo (monolithic repository), was mehrere frei zugängliche JavaScript-Pakete enthält, womit sich Wasm-Module in Node.js und dem Browser ausführen lassen. Mit dem Update von Wasmer-js stellt das WebAssembly System Interface (WASI) mittels wasm-bindgen auf die Rust-Implementierung um. Das ermöglicht eine plattformübergreifende Unterstützung für WebAssembly-Anwendungen, die die WASI-Implementierung im Browser oder auf dem Server nutzen, einschließlich Plattformen wie Node.js oder Deno mit js-default.

Entwicklerinnen und Entwickler haben nun die Option, Rust-Projekte, die Wasmer.js verwenden, im Browser auszuführen. Dafür ist laut Blogbeitrag Folgendes notwendig:

[dependencies]​
wasmer = { version = "2.1.0", default-features=false, features=["js-default"]}​

Das Wasmer-Team hat ein neues In-Memory-Dateisystem entwickelt, mit dem sich WASI und Wasmer in sämtlichen JavaScript-Umgebungen ausführen lassen, in denen der Zugriff aus das Host-Dateisystem eingeschränkt ist.

Darüber hinaus spricht Wasmer 2.1 ab sofort auch mit dem iOS-Betriebssystem. Aufgrund der JIT-Compiler-Beschränkungen im App Store war für die Erstellung von WebAssembly-Komponenten für iOS eine Vorabgenehmigung von Apple erforderlich, alternativ konnten die Benutzer die Module manuell auf den Geräten installieren. Mit Wasmer 2.1 können Entwicklerinnen und Entwickler eine .wasm-Datei in eine .dylib-Datei vorkompilieren und sie dann zur Laufzeit über die Dylib-Engine laden. Eine Vorabgenehmigung durch den App Store ist nicht erforderlich.

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Mit dem Update hat das Team auch die Unterstützung der Compilerinfrastruktur LLVM von Version 11 auf Version 13 aktualisiert. Nähere Informationen zum Update finden sich im Beitrag auf dem Wasmer-Blog.

(mdo)