Webentwicklung: Deno 1.4 bereitet strengere Prüfung im TypeScript-Compiler vor

Die JavaScript-Laufzeitumgebung integriert die WebSocket-API, und der neue File Watcher sorgt für einen Neustart der Skripte bei Änderung der Abhängigkeiten.

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(Bild: Deno.Land)

Von
  • Madeleine Domogalla

Deno, die Laufzeitumgebung zur Webentwicklung mit JavaScript und TypeScript, liegt in Version 1.4 vor. Zu den Highlights des aktuellen Releases zählen unter anderem die neu integrierte WebSocket-API, ein File Watcher sowie eine strengere Prüfung im TypeScript-Compiler.

Die Entwickler hinter Deno sehen Version 1.4 der JavaScript-Laufzeitumgebung als das größte Feature-Release, das bis jetzt erschienen ist. Die erste Major-Version wurde im Mai 2020 veröffentlicht.

Der Web-Standard erhält Einzug in die JavaScript-Laufzeitumgebung: Deno 1.4 integriert die WebSocket-API, die in allen modernen Browsern zu finden ist. Entwickler können die API verwenden, um über das WebSocket-Protokoll mit Servern in Remote zu kommunizieren. Darüber hinaus hält Deno einen integrierten File Watcher bereit. Er sorgt für einen Neustart der Skripte, bei denen sich die Abhängigkeiten geändert haben. Entwickler können Skripte wie gewohnt ausführen, müssen lediglich das --watch-Flag hinzufügen. Allerdings gilt diese Funktion noch nicht als stabil, sodass --unstable als zusätzliches Flag notwendig ist.

Auch hinsichtlich des Testens hat sich etwas getan. Deno 1.4 führt eine neue Funktion ein, die es Entwicklern ermöglicht, Code aufzuspüren, der durch die eigenen Tests nicht abgedeckt wird. Entwickler können das Flag --coverage in Deno-Tests verwenden, um eine Zusammenfassung der Code Coverage zu erhalten. Die neue Funktion druckt Informationen zu jeder Datei, nachdem alle Tests ausgeführt wurden. Da auch diese Funktion noch nicht als stabil gilt, ist das Flag --unstable notwendig.

Das Update aktiviert die TypeScript-Compiler-Optionen isolatedModules und importsNotUsedAsValues automatisch für alle Nutzer, die das Flag --unstable verwenden. Das Entwicklerteam hinter Deno plant, diese Flags künftig standardmäßig für alle zu aktivieren. Ziel ist eine strengere Prüfung im TypeScript-Compiler.

Die Liste der Neuerungen ist lang. Beispielsweise hat das Deno-Info-Tool zur Durchführung von Abhängigkeitsanalysen eine grundlegende Überarbeitung erfahren. Deno 1.4 unterstützt ab sofort CSS-Styling für console.log. Die Visual Studio Code Extension wurde aktualisiert. Entwickler, die Deno bereits verwenden, können über deno upgrade die aktuelle Version installieren. Für Neueinsteiger findet sich eine Anleitung zur Neuinstallation in den Release Notes. Dort erhalten Interessierte auch weiterführende Informationen zu Deno 1.4

(mdo)