Wegen Apple-Regel: Instagram-Account lässt sich direkt in iPhone-App löschen

iOS-Apps müssen neuerdings das Löschen von Accounts ermöglichen. Zum letztmöglichen Termin hat jetzt auch Instagram eine solche Funktion integriert.

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(Bild: Wachiwit/Shutterstock.com)

Von
  • Leo Becker

Erstmals ist es möglich, den Instagram-Account direkt in der App zu löschen – aber nur auf iPhones. Das zu Meta gehörende soziale Netzwerk hat die Löschmöglichkeit jetzt in die iOS-App eingebaut, der bisherige Umweg über den Browser ist dadurch nicht länger erforderlich. Instagram reagiert damit – gerade noch rechtzeitig – auf eine neue App-Store-Regel: Apps müssen ab dem 1. Juli eine Löschfunktion für Accounts bereitstellen, wenn sie auch das Anlegen eines Accounts ermöglichen. Die im vergangenen Jahr erlassene Apple-Vorgabe sollte ursprünglich schon Ende Januar 2022 greifen, wurde aber aufgeschoben.

Beim Auswählen der neuen Löschfunktion in den Account-Einstellungen der Instagram-App wird weiterhin die Option angeboten, das Benutzerkonto nur zu deaktivieren. Auch die Löschung des Accounts, mit der auch die Entfernung aller Inhalte von den Servern des Betreibers einhergehen soll, lässt sich noch über einen Zeitraum von 30 Tagen durch ein erneutes Einloggen in der App rückgängig machen.

Apple betont in seinem Regelwerk, dass die Möglichkeit zur Deaktivierung eines Accounts allein nicht ausreicht, die gesamte „Account-Historie inklusive aller persönlicher Daten“ müsse in Apps komplett löschbar sein.

Instagram wolle Nutzern mit der Löschfunktion "mehr Wege geben, um ihre Experience und die auf Instagram verbrachte Zeit zu kontrollieren", teilte ein Sprecher gegenüber Techcrunch mit. Die Löschfunktion gibt es derzeit nur für iOS, ob sie auch in die Android-App integriert werden soll, bleibt unklar.

Apples neue Vorgabe scheint sich an der Datenschutzgrundverordnung zu orientieren. Der Konzern hat bereits mehrfach auf die DSGVO als ein Datenschutzvorbild verwiesen. Apple wolle allen Nutzer auf der ganzen Welt die „selben Nutzerrechte einräumen wie den Europäern“, erklärte die Datenschutzchefin des Konzerns jüngst in einem Interview.

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(lbe)