Weißes Haus: Counter-Ransomware-Initiative mit 37 Ländern

Im Weißen Haus treffen sich Vertreter von 37 Ländern, um über die zunehmende Bedrohung durch Ransomware und andere Cyber-Kriminalität zu beratschlagen.

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Das Weiße Haus, im Vordergrund ein Springbrunnen

(Bild: Weißes Haus)

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In Washington treffen sich diese Woche Offizielle aus 36 Ländern, der Europäischen Union und von 13 global agierenden Unternehmen im Weißen Haus, um über die zunehmende Bedrohung durch Ransomware und andere Cyber-Kriminalität – einschließlich illegaler Nutzung von Kryptowährungen – zu beratschlagen. Das persönliche Treffen folge auf das letztjährige Eröffnungsmeeting der informellen Counter-Ransomware-Initiative (CRI). Es kämen erstmalig sieben neue Länder und eine durchmischte Gruppe aus dem privaten Sektor dazu.

Das Treffen dauere zwei Tage und diene dazu, auf der Arbeit der initialen virtuellen Zusammenkunft 2021 auf fünf unterschiedlichen Gebieten aufzubauen. Dazu soll es einflussreiche Diskussionen geben, die zum Inhalt haben, wie die Teilnehmer die Partnerschaften stärken und effektiver Ransomware-Bedrohungen entgegnen können.

Im Laufe des Jahres hätten die CRI-Partner daran gearbeitet, die Widerstandsfähigkeit aller Partner zu erhöhen, Cyber-Kriminelle zu stören, illegale Finanzierungen zu bekämpfen, Partnerschaften mit dem Privatsektor aufzubauen und die globale Zusammenarbeit zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu stärken, erklärte ein offizieller US-Regierungsbeamter auf einer Pressekonferenz dazu.

Er führte weiter aus: "Auch wenn die Vereinigten Staaten das Treffen ausrichten, sehen wir das nicht als reine U.S.-Initiative. Es ist eine internationale Partnerschaft, die die meisten Zeitzonen der Welt umspannt und das spiegelt wirklich die Bedrohung wider, die kriminelle Cyber-Attacken mitbringen". Wie man wisse, ist Ransomware ein Problem, das keine Grenzen kenne "und betrifft jedes der Counter-Ransomware-Initiative-Länder – unsere Unternehmen, unsere kritische Infrastruktur und unsere Bürger – und sie wird immer herausfordernder."

Viele Regierungen seien für den Erfolg der Counter Ransomware Initiative unverzichtbar. Sieben Länder leiteten derzeit die Arbeitsgruppen und trieben die Arbeit jeden Tag voran: Indien und Litauen für die Widerstandsfähigkeit, die dafür ausgewählt wurden, um sowohl ein großes als auch ein kleines Land zu haben. Australien für die Störung; Singapur und das Vereinigte Königreich für virtuelle Währungen, weil beide Bankenzentren im Westen und im Osten sind. Schließlich Spanien für öffentlich-private Partnerschaften und Deutschland für die Diplomatie.

Die CRI hat zudem Unternehmen aus aller Welt begutachtet und schließlich 13 ausgewählt. Diesen habe man drei Fragen gestellt: Was sollten die Regierungen machen? Was sollte der private Sektor machen? Und was können wir zusammen machen? Die Unternehmen würden ihre Perspektiven mit in die Diskussionen einbringen. Künftig freue man sich, auch weitere Unternehmen zu solchen Gelegenheiten willkommen zu heißen.

Die Hoffnung sei, dass die CRI-Partner diese Gelegenheit nutzen, um zusammenzukommen und die Arbeit zur Bekämpfung von Ransomware über die teilnehmenden Länder hinaus auszudehnen. Dazu sollen die Erkenntnisse des Gipfels in den diplomatischen Ansatz integriert werden, um gemeinsam eine Reihe von weltweit anerkannten Cyber-Normen und -Regeln aufstellen zu können, um kriminelle Ransomware-Bedrohungen zu bekämpfen und böswillige Akteure zur Verantwortung zu ziehen.

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(dmk)