Wer digitalisiert, gewinnt: Mittelstand nimmt für die IT mehr Geld in die Hand

Digitalisierung ist zentral, die ökologische Nachhaltigkeit wichtigstes Ziel – so der Großteil des Mittelstands. Für wenig Begeisterung sorgt jedoch die Cloud.

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Von
  • Moritz Förster

Fast 70 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen geben an, dass digitale Technik für sie die wichtigste Triebfeder fürs Wachstum sei – und wer früher auf sie setze, würde schneller und stärker wachsen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Microsoft, die die KMU-Digitalisierung von 3000 Firmen in zehn Regionen der Welt unter die Lupe nahm.

Bei den sogenannten Early Adopters sei es demnach doppelt so wahrscheinlich, dass sie ihre Geschäftsziele erreicht haben und im vergangenen Jahr ein noch höheres Umsatzwachstum verzeichnen konnten. Ferner würden sie zuversichtlicher in die Zukunft blicken: Vom Geschäftserfolg gingen laut Studie viermal so viele Firmen aus.

2023 wollen zwei Drittel der Teilnehmer ihre IT-Budgets erhöhen. Vor allem in Marketing und Vertrieb sollen Gelder fließen: 50 Prozent der hiesigen Unternehmen meint, dass die Digitalisierung diese Bereiche besonders voranbringen könne. Im Durchschnitt sollen jeweils ein Drittel der Budgets für Marketing, Vertrieb und Betriebsabläufe beziehungsweise Prozesse aufgewendet werden.

Außerdem bleibt das Homeoffice bestehen: 80 Prozent geben an, dass sie in den nächsten zwei Jahren eine hybride Belegschaft haben werden. Hinzu kommt, dass sich nur eine Minderheit von 29 Prozent Sorgen macht, dass es an der IT-Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter mangle. Unter den Entscheidungsträgern gibt es mittlerweile zudem mehr Millennials, die im Privatleben technikbegeisterter seien – was laut Studie starke Auswirkungen aufs Geschäft habe.

Für weniger Begeisterung sorgt hingegen die Cloud: Während weltweit immerhin 27 Prozent überwiegend oder vollständig auf eine externe IT-Infrastruktur setzen, sind es in Deutschland lediglich 17 Prozent.

Beim Blick in die Zukunft nennen die KMU-Teilnehmer vor allem die Nachhaltigkeit: 37 Prozent wollen ihren ökologischen Fußabdruck verringern. 30 Prozent nennen hier Vielfalt und Inklusion, genauso viele Firmen wollen mehr Arbeitsplätze schaffen. Auch hier gibt es laut Studie wieder einen großen Unterschied zwischen dem hiesigen Mittelstand und dem anderer Länder: Er sei stärker an "ethischen Beschaffungsverfahren" interessiert.

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(fo)