Western Digital stellt erste SSD für Zoned Storage vor

Lagert man einen Teil der Aufgaben des SSD-Controllers aus, kann man den Flash-Speicher besser ausnutzen. Von Western Digital kommt jetzt eine passende SSD.

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  • Lutz Labs

Western Digital hat die ersten Testmuster seiner neuen SSD Ultrastar DC ZN540 verschickt. Diese SSD lässt sich, anders als praktisch alle anderen üblichen SSDs, nicht einfach als Ersatz für eine Festplatte einsetzen: Sie arbeitet mit Flash-Zonen, sogenannten Zoned Namespaces (ZNS).

Im Prinzip erfolgt der Zugriff auf diese SSDs wie bei der Host-Managed Version des von Festplatten bekannten Shingled Magnetic Recordings (SMR): Der Laufwerkscontroller oder besser die Storage-Software kümmert sich darum, wie die Daten auf dem Laufwerk gespeichert werden sollen, das Laufwerk selbst stellt einfach nur den Speicherplatz bereit.

Zoned Namespaces gehen auf eine Initiative von Western Digital zurück, der Hersteller lädt über die Website zonedstorage.io zur Mitarbeit an dem neuen Standard ein. Voraussetzung für ZNS ist der Zugriff per NVMe, ZNS ist als Erweiterung bereits in diesen Standard eingeflossen.

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Nach Angaben von Western Digital sorgt ZNS nicht nur für eine höhere Performance, sondern auch für eine bessere Ausnutzung des NAND-Flashs. Dieser soll dadurch eine höhere Ausdauer (Endurance) erhalten, zudem muss sich der SSD-Controller etwa nicht mehr um die Garbage Collection, also das Aufräumen des Flashs, kümmern.

ZNS-SSDs werden aller Wahrscheinlichkeit nach niemals in einem Desktop-System zum Einsatz kommen. Wie die Typenbezeichnung von Western Digitals SSD schon vermuten lässt, ist sie für den Einsatz ein einem Data Center konzipiert. Da es sich um die ersten Muster einer solchen SSD handelt, sind auch noch keine Preise bekannt. (ll)