WhatsApp lässt Fotos und Videos automatisch verschwinden

Nach sich selbst löschenden Nachrichten können bei WhatsApp nun auch Fotos und Videos nach der Übertragung automatisch aus dem Chat verschwinden.

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(Bild: WhatsApp)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Nichts bleibt für die Ewigkeit und bei WhatsApp nun im Zweifel auch nicht mehr für mehr als ein paar Minuten oder Stunden: Fotos und Videos kann man nun mit der Option, dass sie sich selbst löschen, verschicken. Sie verschwinden zumindest aus dem Chat, sobald sie einmal geöffnet und damit angesehen wurden. Die Funktion ist im Laufe dieser Woche für alle Nutzerinnen und Nutzer weltweit verfügbar.

Allerdings bleibt freilich unter anderem die Möglichkeit, alle Bilder automatisch in die Foto-Galerie des Smartphones zu übertragen. Darin sieht WhatsApp auch einen Grund für die Einführung der Funktion: "Bei vielen Smartphones bedeutet die Aufnahme eines Fotos, dass es für immer in der Galerie Speicherplatz belegt." Fotos und Videos, die verschwinden, sind mit einem Symbol für "einmalig" gekennzeichnet, sodass Empfangende wissen, dass es keine zweite Chance gibt. Wurde die Nachricht geöffnet, gibt es ebenfalls eine Benachrichtigung als Symbol auf der anderen Seite, ähnlich dem Gelesen-Status.

Zudem meint WhatsApp solche Funktionen würden zur Sicherung der Privatsphäre beitragen, auch geschriebene Nachrichten können sich seit vergangenem Herbst selbst löschen. Allerdings zunächst nur mit einer sieben-Tage-Frist – anders als etwa bei den Messengern Signal und Telegram, wo die Zeitspanne vom Sender ausgewählt werden kann. Der Messenger warnt in seiner FAQ zu den selbstlöschenden Nachrichten, dass diese trotzdem weitergeleitet werden und Screenshots gemacht werden können, Inhalte könnten ebenso kopiert und anderweitig gespeichert werden. Selbstlöschende Nachrichten müssen in den Einstellungen aktiv sein.

Will Cathcart, WhatsApp-Chef, erklärte zum Start einer Kampagne für die Verschlüsselung von Messengern, dass die Zukunft selbstlöschende Nachrichten seien. Denn: Man nehme ja auch nicht jedes direkte Gespräch auf und speichere es. WhatsApp und der Mutterkonzern Facebook wehren sich gegen die Einführung von Staatstrojanern und andere Überwachungsmöglichkeiten.

(emw)