WhatsApp und Nutzerdaten: Kampagne zu neuen Nutzungsbedingungen

Alles nur ein großes Missverständnis: WhatsApp startet eine Kampagne, um das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen. Unklar bleibt trotzdem wieder einiges.

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(Bild: WhatsApp)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Nachdem die Einführung der neuen Nutzungsbedingungen aufgeschoben wurde, wagt WhatsApp einen neuen Versuch, die Änderungen zu kommunizieren und die Zustimmung einzuholen. Der 15. Mai ist nun Stichtag. Eine Kampagne soll dafür sorgen, dass es keine Missverständnisse und Falschinformationen gibt. Denn diese waren laut Whatsapp Grund für die Verschiebung.

WhatsApp betont, dass alle privaten Nachrichten Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind, weder sie selbst noch Facebook sie lesen kann. Soweit hat es eigentlich nie Zweifel gegeben. Das Problem bei der Datenschutzrichtlinie war und ist die Unklarheit über das Teilen von Daten mit dem Mutterkonzern Facebook.

"Wir glauben, dass die Menschen Apps möchten, die sowohl zuverlässig als auch sicher sind. WhatsApp benötigt dafür lediglich eine eingeschränkte Menge an Daten", heißt es auf einer neu eingerichteten Landingpage, auf der alle Informationen stehen sollen. Welche Daten das konkret sind, ist nicht erklärt. Die betreuende Agentur schreibt immerhin, WhatsApp teile keine Kontaktlisten mit Facebook. Es wird laut FAQ ausschließlich auf die Telefonnummern zugegriffen.

Dabei lautete der Vorwurf nach Veröffentlichung der neuen Datenschutzrichtlinien, dass WhatsApp an einer Stelle schreibt, Daten zu Marketingzwecken mit Facebook zu teilen. An anderer Stelle jedoch die Einschränkung steht, diese nicht für eigene Zwecke zu nutzen. Bei Facebook selbst heißt es wiederum, dass alle Daten der Facebook-Familie zusammengeführt und zu Werbezwecken genutzt würden.

WhatsApp lässt es sich auch nicht nehmen, gegen andere Messenger zu stänkern: "Wir haben mitbekommen, wie einige unserer Mitbewerber fälschlicherweise behauptet haben, sie könnten die Nachrichten von Benutzern nicht sehen." Und: "Andere Apps behaupten, besser zu sein, da sie sogar noch weniger Informationen hätten als WhatsApp." Zumindest ist bei anderen Messengern bekannt, welche Informationen sie haben.

Ansonsten bezieht sich die neue Nutzungsbedingung auf die Kommunikation mit Unternehmen, die ihre Dienste sowie etwa den Kundenservice über WhatsApp anbieten. Dazu heißt es: "Bei einigen Shopping-Funktionen ist Facebook beteiligt, damit Unternehmen ihren Bestand App-übergreifend verwalten können."

(emw)