Whatsapp bringt neue Gruppenchat-Funktion "Communities" und weitere Features

Meta will für seinen Messenger-Dienst Whatsapp eine "Communities"-Funktion starten – mit dieser sollen künftig auch verschlüsselte Gruppenanrufe möglich sein.

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(Bild: Meta/Whatsapp)

Von
  • Marie-Claire Koch

Mit der Gruppenchat-Funktion "Communities" will Meta seine App erweitern. Nutzerinnen und Nutzer erhalten mit dieser Neuerung die Möglichkeit, Aktivitäten innerhalb eines zusammenhängenden Netzwerks zu organisieren. Vor allem für Schulen, lokale Vereine und gemeinnützige Organisationen will Whatsapp mithilfe der Funktion die Kommunikation erleichtern. Zunächst wird es eine Beta-Phase geben, anschließend sollen die Neuerungen weltweit zur Verfügung stehen.

Bereits im vergangenen Jahr gab es Spekulationen über die neue Funktion, mit der Administratoren Nachrichten und einen Link zum Beitreten erstellen, andere einladen und hinzufügen können. Ferner sollen Administratoren entscheiden können, welche Whatsapp-Gruppen Teil ihrer Community werden. Wie viele Gruppen eingebunden werden können, will Meta innerhalb der Beta-Phase testen.

Anwender werden Meta zufolge – wie in Whatsapp-Gruppen auch – selbst entscheiden können, wer sie zu einer Community hinzufügen darf. Außerdem soll es möglich sein, eine Gruppe "stillschweigend" zu verlassen. Um den Informationsfluss zu begrenzen, können nur Community-Admins Nachrichten an alle Mitglieder senden. Dafür wird es eigens eine "Gruppe für Ankündigungen" geben, in der Administratoren Nachrichten an Tausende richten können. Die Mitglieder können in kleineren Gruppen chatten, die von Admins erstellt oder genehmigt wurden. Die Gruppengröße will Meta im weiteren Verlauf schrittweise erhöhen. Darüber hinaus deutete das Unternehmen an, in Zukunft wahrscheinlich auch eine Fundraising-Funktion in die Communitys integrieren zu wollen.

Nicht nur die Nachrichten, auch innerhalb der Community stattfindende Sprachanrufe sollen Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein. Im Unterschied zu Signal mit 40 möglichen Teilnehmern sollen innerhalb einer Community Gespräche mit bis zu 32 Personen möglich sein. Die Telefonnummern der Mitglieder werden überdies verborgen und sind ausschließlich für die Administratoren sichtbar, um unerwünschte Kontakte zu vermeiden.

Abgesehen von den Communitys bringt Meta weitere Funktionen. So können Nutzer auf Whatsapp-Nachrichten in Zukunft mit Emojis reagieren. Für Gruppen-Admins soll es zudem die Möglichkeit geben, "Falschinformationen oder problematische Nachrichten" aus den Chats zu entfernen. Darüber hinaus kann man demnächst Dateien mit bis zu 2 Gigabyte Größe in Whatsapp teilen.

(mack)