Windenergie: Bundesnetzagentur schreibt Offshore-Flächen aus

Bis 2030 sollen in Deutschland auf See 20 GW Strom mit Windkraft erzeugt werden. Die Bundesnetzagentur hat auf dem Weg dorthin weitere Flächen ausgeschrieben.

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Übersichtskarte Offshore-Windenergie in Deutschland.

(Bild: Stiftung Offshore-Windenergie)

Von
  • Andreas Wilkens

Die Bundesnetzagentur hat zwei Flächen in der Nord- und eine Fläche in der Ostsee für Windenergieanlagen ausgeschrieben. Das Ausschreibungsvolumen beträgt insgesamt 958 MW, davon 658 MW in der Nordsee und 300 MW in der Ostsee. Die Windparks sollen bis 2026 fertiggestellt sein.

Die Bundesregierung strebt an, die Offshore-Windenergie bis 2030 auf 20 GW auszubauen. Bisher werden auf deutschen Flächen etwa 7,8 GW Strom auf diese Weise erzeugt. Bis 2025 will die Bundesnetzagentur eine Leistung von insgesamt knapp 9,7 GW ausschreiben.

Gebote können bis 1. September 2021 eingereicht werden, der Höchstwert für Gebote beträgt 7,3 ct/kWh. Den Zuschlag für die ausgeschriebenen Flächen soll jeweils der Bieter erhalten, der den geringsten Förderbedarf für einen Windpark auf der Fläche anmeldet, geht aus der Ausschreibung hervor . Für zwei der drei Flächen bestehen gesetzliche Eintrittsrechte der Unternehmen, die dort ursprünglich einmal Offshore-Windparks geplant hatten.

Nach den beiden Ausschreibungen in den Jahren 2017 und 2018 sind dies erstmals Ausschreibungen nach dem "zentralen Modell". Es werden also nicht nur die Förderung und die Netzanbindungskapazität ausgeschrieben, sondern zugleich auch das Recht, beim zuständigen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Planfeststellung für die Bebauung der Flächen mit einem Offshore-Windpark zu beantragen. Das BSH untersucht die Meeresumwelt, den Baugrund und die wind- und ozeanographischen Verhältnisse für die Flächen.

Zurzeit werden keine neuen Offshore-Windenergieprojekte (OWP) gebaut, sodass für dieses Jahr kein Leistungszubau erwartet wird, geht aus einem Bericht der Deutschen Windguard hervor. Ab 2022 sollen die in den Ausschreibungsrunden 2017/2018 vergebenen OWP in Betrieb genommen werden. Diese werden den Leistungsbestand bis 2025 voraussichtlich auf 10,8 GW steigern. Die EU-Kommission hatte im Herbst 2020 eine Strategie ausgegeben, laut der die Offshore-Windkraft-Kapazität von zurzeit 12 GW bis zum Jahr 2050 auf 300 GW ausgebaut werden soll.

(anw)