Windows 10: Bluetooth- und iGPU-Fehler in Version behoben

Zwei Monate nach Freigabe des Mai-Updates von Windows 10 (Version 2004) hat Microsoft weitere Bugs unter anderem bei Bluetooth und Intel iGPUs beseitigt.

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(Bild: Anton Watman/Shutterstock.com)

Von
  • Günter Born

Microsoft hat mit dem zum 31. Juli 2020 freigegebenen, optionalen kumulativen Update KB4568831 eine längere Liste bekannter Probleme abgearbeitet und Bugs beseitigt. Dazu gehören auch zwei Fehler im Bereich Bluetooth und iGPU-Unterstützung, die als Show-Stopper auf der Windows 10 2004 Statusseite gelistet waren.

Anwender, die Maschinen mit Bluetooth-Chips der Firma Realtek auf das Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) aktualisierten, ärgerten sich über Bluetooth-Probleme. Microsoft gab in einem Statuseintrag an, dass man zusammen mit Realtek Kompatibilitätsprobleme mit einigen Treibern für Bluetooth-Chips gefunden habe. Die Kompatibilitätsschwierigkeiten führten dazu, dass keine Bluetooth-Verbindung oder kein Bluetooth-Pairing mehr möglich waren. Betroffen waren Clients mit Realtek-Chips, die auf Windows 10 Version 2004 aktualisiert wurden sowie Maschinen mit Windows Server 2004.

Microsoft hat deshalb vorsorglich einen Upgrade-Blocker für die betreffenden Systeme gesetzt und die Nutzer vor einem manuellen Upgrade gewarnt. Mit dem kumulativen Update KB4568831, sei das behoben, heißt es von Microsoft. Microsoft will den Upgrade-Blocker für betroffene Maschinen Mitte August 2020 aufheben.

Auf Systemen, die eine integrierte Intel GPU (iGPU) als Grafikeinheit einsetzen, haben Intel und Microsoft ebenfalls ein Kompatibilitätsproblem mit Windows 10 Version 2004 (Client) festgestellt und in einem Statuseintrag dokumentiert. Bei der Verwendung eines Monitors mit variabler Bildwiederholrate (Variable Refresh Rate (VRR)), der an einen iGPU-Anzeigeadapter (Intel Integrated Graphics Processing Unit) angeschlossen ist, konnte es bei Spielen zu Problemen kommen. Die Aktivierung des VRR auf den betroffenen Geräten funktionierte dann nicht für Spiele, die DirectX 9 verwendeten.

Microsoft hat daher eine Upgrade-Sperre für die neue Windows-10-Version auf betroffenen Geräten gesetzt. Auch dort gibt Microsoft in einem Statuseintrag an, dass dieses Problem durch das kumulative Update KB4568831 für Windows 10 Version 2004 (Mai 2020 Update) behoben sei. Microsoft plant auch hier die Upgrade-Sperre auf Windows 10 Version 2004 für betroffene Clients Mitte August 2020 aufzuheben.

Zudem gibt es bei Nvidia-Grafiktreibern Kompatibilitätsschwierigkeiten, die ebenfalls in einem Statuseintrag dokumentiert sind. Dieser Bug wurde in Update KB4568831 allerdings nicht adressiert. Microsoft arbeitet aber daran und hofft, den Fehler bis Mitte August 2020 beseitigen zu können.

Microsoft rät bei allen dokumentierten Problemen, bei denen Upgrade-Stopper gesetzt sind, dringend von einem manuellen Upgrade etwa mit dem Media Creation Tool ab.

Ansonsten empfiehlt sich für Nutzer mit Windows 10 Version 2004 (Mai 2020 Update) ein Blick in die Beschreibung des kumulativen Updates KB4568831 zu werfen. So wurden auch das dokumentierte Problem mit fälschlich angezeigtem fehlenden Internet bei LTE-Anbindung, die Druckschwierigkeiten bei Netzwerkdruckern sowie ein Problem bei der Verwaltung von Storage Spaces per Systemsteuerung und weitere Fehler behoben.

(olb)