Windows 10: Noch immer Bluescreens beim Drucken? So gelingt das Korrektur-Update

Eigentlich ist das durch März-Updates (KB5000802/KB5000808) verursachte Win 10-Problem mit einigen Druckern behoben – der Korrekturvorgang birgt jedoch Tücken.

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(Bild: Primakov/Shutterstock.com)

Update
Von
  • Olivia von Westernhagen

In den vergangenen Tagen haben uns einige Leser kontaktiert, auf deren Systemen infolge fehlerhafter März-Updates für Windows 10 weiterhin Probleme beim Drucken in Gestalt von Bluescreens auftraten. Die problematischen Updates KB5000802 (Windows 10 2004/20H2) und KB5000808 (Windows 10 1909) wurden auf den Systemen der Betroffenen nach einer manuellen Deinstallation automatisch immer wieder installiert. Neue Bluescreens waren die Folge.

Microsoft hat den zugrundeliegen Bug behoben und Updates veröffentlicht; allerdings müssen Betroffene zum Anwenden des Fixes manuell nachhelfen. Wir erklären, wie das geht.

Über das Problem mit den Bluescreens beim Drucken hatten wir zuerst am 10. März berichtet: Es tritt ausdrücklich nur in Kombination mit bestimmten Druckern, zum Beispiel einigen Modellen von Kyocera, auf. Deshalb besteht auch nur auf einzelnen Windows 10-Systemen und Server-Pendants Korrekturbedarf. Microsoft reagierte mit außerplanmäßigen, kumulativen Updates, die nebenbei noch weitere Grafik- und Druckprobleme beseitigten.

Der Haken an der Sache: Da die Druckprobleme nur vereinzelt auftreten, erfolgt(e) die Installation der betreffenden Updates nicht automatisch. Typischerweise werden nur sicherheitskritische kumulative Updates automatisch installiert. Wer im Windows Update-Bereich nicht aktiv auf "Herunterladen und installieren" klickte, ging deshalb leer aus.

Die folgende Vorgehensweise sollte bestehende, durch die März-Updates verursachte Druck- sowie mögliche Grafikprobleme endgültig beheben:

  • In Windows Update (unter Einstellungen) "Nach Updates suchen" auswählen
  • Anschließend das angebotene kumulative Update ("optionales Qualitätsupdate") installieren ("Herunterladen und installieren")
  • Im Zuge eines Systemneustarts die Update-Installation durchführen lassen
  • Nach erfolgter Installation sollte das Problem behoben sein und die kaputten Updates KB5000802/KB5000808 nicht mehr angeboten oder zwangsinstalliert werden.

Eine Deinstallation der fehlerhaften Updates vor dem Einspielen des kumulativen Updates ist nicht notwendig.

Dieses Update ist gemeint. Achtung: Die KB-Angabe variiert abhängig von der verwendeten Windows-Version (hier 20H2).

(Bild: Screenshot)

Da kumulative Updates jeweils auch alle Neuerungen und Bugfixes der vorigen Updates enthalten, sind die angezeigten KB-Nummern hier zweitrangig: Das jeweils aktuelle (sprich: das von Microsoft auf dem jeweiligen System angebotene) kumulative Update sollte die benötigten Korrekturen mit einschließen.

Update 31.03.21, 14:40:

Achtung: Die KB-Nummer des jeweils aktuellen kumulativen Updates variiert zusätzlich je nach verwendeter Windows-Version. Derzeit (!) aktuell sind laut Microsofts Support-Site

Die kumulativen Updates sind auch aus dem Microsoft Update Catalog manuell herunterladbar.

(ovw)