Windows 10: Probleme mit Sandbox und Defender Application Guard bestätigt

Zwei Features in den Pro-, Enterprise- und Education-Editionen von Windows 10 stürzen derzeit auf manchen Systemen regelmäßig ab. Fixes sind geplant.

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(Bild: daniiD/Shutterstock.com)

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Manche Nutzer aktuellerer Windows 10-Versionen sehen sich derzeit mit dem Problem konfrontiert, dass sowohl die eingebaute Sandbox als auch der Windows Defender Application Guard (WDAG) mit zwei verschiedenen Fehlercodes abstürzen. Microsoft hat das Problem bestätigt und will ein Update veröffentlichen. Wann es verfügbar sein wird, ist allerdings noch offen.

Die Windows Sandbox bietet eine virtualisierte Windows 10-Umgebung zum Testen von Anwendungen; sie wurde erst vor gut einem Jahr in Windows 10 Version 1903 (Pro, Enterprise und Education) eingeführt. WDAG wiederum ist eine für verschiedene Browser verfügbare Sicherheitserweiterung. Sie veranlasst, dass als nicht vertrauenswürdig (vor)definierte Websites über den Umweg von Microsofts Edge in einem isolierten, Hyper-V-fähigen Container geöffnet werden. Unterstützt wird WDAG ab Windows 10 Version 1803 (ebenfalls Pro, Enterprise und Education).

Da weder Sandbox noch WDAG die Windows 10 Home Edition unterstützen, betreffen die aktuellen Absturzprobleme primär Nutzer in Unternehmensumgebungen sowie im Umfeld von Bildungseinrichtungen.

Beide Features verursachten schon in der Vergangenheit hin und wieder Absturz-Probleme. Unter anderem war die Sandbox nach ihrer Freigabe von deutschen Nutzern monatelang wegen eines Bugs nicht nutzbar.

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Beim Starten der Windows Sandbox oder bei Verwendung des Windows Defender Application Guard kann es derzeit vorkommen, dass die Funktionen mit dem Fehlercode 0x80070003 oder dem Fehlercode 0xC0370400 abstürzen und nicht mehr funktionieren. Der Fehlercode 0x80070003 steht für E_PATHNOTFOUND und deutet auf fehlerhafte Pfadangaben in einem internen Aufruf hin. Der zweite Code (0xC0370400) steht für ERROR_VSMB_SAVED_STATE_FILE_NOT_FOUND.

In einem Supportdokument zu den Fehlermeldungen bestätigte Microsoft zum 24. Juli 2020 das Problem. Als Workaround empfielt das Unternehmen, Windows 10 einfach neu zu starten. Allerdings scheint dieses Vorgehen laut Erfahrungsberichten im Netz nicht immer zu helfen. Nach eigenen Angaben arbeitet Microsoft derzeit an einer Problemlösung. Der Fix soll, wenn er fertig ist, per Windows 10-Update ausgeliefert werden.

(ovw)