Windows 10 Version 2004 und Windows Server 2004 jetzt allgemein verfügbar

Microsoft hat zum 27. Mai 2020 sowohl das Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) als auch Windows Server 2004 allgemein freigegeben.

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(Bild: ArliftAtoz2205 / shutterstock.com)

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Microsoft hat auf der Statusseite für Windows 10 Version 2004 und Windows Server Version 2004 die allgemeine Verfügbarkeit des Funktionsupdates angekündigt. Sofort automatisch angeboten oder gar installiert wird es allerdings nicht: Redmond verteilt Windows 10 Version 2004 nach eigenen Angaben "in Wellen", wobei das Update zunächst nur für Systeme mit Windows 10 Version 1903 und Version 1909 bereitsteht. Und auch für diese muss man derzeit, sofern sie die Aktualisierung möglichst zeitnah erhalten sollen, manuell eine Update-Suche anstoßen.

Für OEMs, Kunden mit Zugriff auf das Volume Licensing Service Center (VLSC) sowie für Visual- Studio-Abonnenten (früher bekannt als MSDN-Abonnement) hat Microsoft das Funktionsupdate bereits am 12. Mai 2020 freigegeben. Für diese Kunden steht zudem seit dem 21. Mai 2020 ein Refresh-Update auf Windows 10 Version 2004 (Build 19041.264) mit integriertem Update KB455680 als ISO-Installationsmedium bereit.

Auf der Statusseite zu Win 10 Version 2004 gab Microsoft Details zur Verfügbarkeit bekannt.

(Bild: Screenshot)

Wie einem neu veröffentlichten Windows-Blogeintrag mit dem Titel "How to get the Windows 10 May 2020 Update" zu entnehmen ist, wird das Update auch Nutzern von Windows 10 Version 1903 und 1909 vorerst nur dann angeboten, wenn sie im Bereich "Einstellungen" unter "Update und Sicherheit - Windows Update" auf die Schaltfläche "Nach Updates suchen" klicken.

(Bild: Screenshot)

Im Idealfall, nämlich wenn in den Optionen keine Update-Verzögerung eingestellt wurde, taucht der Eintrag "Funktionsupdate für Windows 10 Version 2004" unter "Optionale Updates verfügbar" auf. Das Update kann dann über den Hyperlink "Jetzt herunterladen und installieren" angestoßen werden. Mit diesem Ansatz eröffnet Microsoft Anwendern die Möglichkeit, den Zeitpunkt der Installation bei Bedarf bis kurz vor Ende des Support-Zeitraums der aktuellen Windows 10-Version hinauszuzögern. Es ändert sich also nichts gegenüber der Vorgehensweise zur Installation früherer Funktionsupdates.

Falls das Funktionsupdate für Windows 10 Version 2004 für Ihr(e) System(e) über die Update-Suche noch nicht verfügbar sein sollte, ist dies kein Grund zur Sorge. Denn wie Microsoft im Blogeintrag ausführt, erfolgt die Verteilung der neuen Windows-Version zunächst mit angezogener Handbremse und an nur wenige Systeme. Auch auf dem Testsystem des Autors wurde das Funktionsupdate bislang noch nicht angeboten.

Benutzer, die Windows 10 Version 2004 als ISO-Installationsdatei auf einem USB-Stick bevorzugen oder die die neue Build unbedingt gleich ausprobieren möchten, können alternativ das von Microsoft angebotene Media Creation Tool 2004 verwenden.

Nach dem Aufruf über ein Windows Administrator-Konto führt das Tool den Benutzer durch den Download-Vorgang und bietet verschiedene Optionen zum Speichern als ISO-Datei, zum Schreiben auf einen USB-Stick oder zum Upgrade eines bestehenden Systems an. Das so erzeugte Installationsmedium enthält aktuell aber nur die Windows 10 Version 2004 Build 19041.1. Nach der Installation sind also wiederum Updates zu installieren, um auf den aktuellen Stand zu kommen.

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Die Frühjahrs-Feature-Updates erhalten generell nur 18 Monate Update-Support. Im Informationsblatt zum Lebenszyklus von Windows wird das Ablaufdatum für Updates für Windows 10 Version 2004 daher mit dem 14. Dezember 2021 angegeben.

(Bild: Screenshot)

Microsoft schreibt, dass die Verteilung in den kommenden Wochen schrittweise ausgeweitet werden soll. Dies stellt eine Art Sicherheitsmechanismus dar, um bei Problemen schnell eingreifen und das Rollout anhalten zu können. Aufgrund eben dieser Strategie ist es für die "breite Masse" ratsam, mit dem Upgrade zu warten, bis die meisten Bugs ausgemerzt sind.

Insidern ist bekannt, dass in der aktuellen Build noch etliche Probleme lauern. Mit dem offiziellen Release hat Microsoft bereits auf der Statusseite zehn Fehler eingeräumt, die aktuell untersucht werden. Das reicht von Bluetooth-Problemen über BlueScreens beim Thunderbolt-Adapter bis hin zu Bugs beim Grafik-Adapter. In Kommentaren im Blog des Autors dieser Meldung berichteten Leser darüber hinaus bereits von weiteren Fehlern, die auftreten können.

Auch für Benutzer älterer Windows 10-Versionen ist keine Eile geboten. Denn die Unterstützung für Windows 10 Version 1709 wurde kürzlich für das Unternehmensumfeld um 6 Monate verlängert. Und auch Systeme mit Windows 10 Version 1809 Home/Pro, deren Support im Mai 2020 ausgelaufen wäre, erhalten Updates bis zum 10. November 2020.

Microsoft hat im Windows-Blogeintrag "What’s new in the Windows 10 May 2020 Update?" diverse Neuerungen aufgeführt. Für den geschäftlichen Einsatz listet Microsoft in einem Techcommunity-Beitrag weitere Punkte auf. Neu sind etwa auch die Unterstützung für Wi-Fi 6 und WPA3.

Details zu den Neuerungen finden Interessierte auch in diesem c't-Artikel:

(ovw)