Windows-11-2022-Update (22H2) macht Nvidia-Grafikkarten langsam

Nvidias GeForce-Experience-Software beißt sich mit dem Windows-11-Update, die Leistung kann laut heise-Tests stark einbrechen. Ein Patch steht schon bereit.

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Von
  • Jan-Keno Janssen

Nvidia-Grafikkarten plus GeForce-Experience-Software machen Probleme mit dem Windows-11-2022-Update (aka 22h2). In heise-online-Tests mit einer RTX2070-Super-Grafikkarte brach die Leistung teilweise um über die Hälfte ein, nachdem wir das Windows-Update installiert hatten. Nvidia hat das Problem bereits bestätigt und eine korrigierte Beta-Version der GeForce-Experience-Software veröffentlicht (Version 3.26 Beta). Die Experience-Software dient unter anderem dazu, automatische Treiber-Updates einzuspielen. Systeme, bei denen die Grafikkarten-Treiber "pur", also ohne Experience-Software installiert ist, machen nach aktuellen Erkenntnissen keine Probleme.

heise online konnte die Leistungseinbrüche mit einer RTX-2070-Super-Grafikkarte nachvollziehen: Die Benchmark-Funktion von "Cyberpunk 2077" zeigte im "Ray-Tracing: Medium"-Preset mit 4K-Auflösung ohne DLSS lediglich 3,0 fps, nach Installation der Experience-Beta-Version waren es 9,3 fps. Mit aktiviertem DLSS ("Auto") kam der Benchmark auf 20,1fps und nach der Beta-Installation auf 26,8fps.

Laut Nvidia würden die Leistungseinbrüche von einer fälschlicherweise aktivierten Grafik-Debugging-Funktion verursacht. Bei der Funktion handelt es sich um ein neues Feature des Windows-11-2022-Updates, das eigentlich nur bei der Software-Entwicklung zum Einsatz kommen soll, aber aus bislang unbekannten Gründen von der GeForce-Experience-Software aktiviert wird. Mit der 3.26-Beta-Version passiert das nicht mehr.

Das Windows-11-2022-Update (aka 22H2) bietet einige praktische neue Funktionen, sorgt aber auch für Probleme. Die neue Windows-11-Version wird seit dem 20. September automatisch über die Windows-Updatefunktion ausgeliefert.

(jkj)