Windows 11: Android-Apps können in den USA jetzt ausprobiert werden

Über das Insider-Programm kann man nun unter Windows 11 einige Android-Apps ausprobieren – zumindest in den USA. Den App-Store dafür stellt Amazon bereit.

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Die Android-App "Kindle" auf einem Gerät mit Windows 11

(Bild: Microsoft)

Von
  • Daniel Herbig

Unter Windows 11 kann man nun erstmals einige Android-Apps ausführen: Die entsprechende Funktion steht Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Insider-Programms in den USA zur Verfügung. Aktuell findet man in dem Store, der in Zusammenarbeit mit Amazon umgesetzt wurde, 50 kuratierte Android-Anwendungen.

Weitere Apps sollen in den kommenden Monaten unter Windows 11 verfügbar werden, schreibt Microsoft in einem Blog-Eintrag. Zu den bereits verfügbaren Anwendungen gehört Amazons Lese-App Kindle, die Lern-Anwendung Khan Academy Kids und die umstrittene Glücksspiel-App Coin Master. Kompatibel sind Windows-11-Systeme mit CPUs von Intel, AMD und Qualcomm.

Diese Anwendungen können in Windows 11 wie gewohnt ausgeführt werden, schreibt Microsoft. Wie Windows-Programme kann man die Android-Apps beispielsweise ans Startmenü oder die Taskbar anheften, steuern lassen sie sich entweder mit Maus und Tastatur oder per Touch. Auch in die Task-Übersicht via Alt+Tab werden die Anwendungen integriert. Benachrichtigungen, die die Android-Apps ausgeben, werden im Action Center angezeigt. Die Android-Anwendungen werden über einen Amazon App Store in den Microsoft-Store integriert und können von dort heruntergeladen werden.

Für den Support von Android-Apps nutzt Windows 11 das "Windows Subsystem for Android", eine Weiterentwicklung des bisherigen "Windows Subsystem for Linux" (WSL). Android-Apps lassen sich darüber wie native Windows-Anwendungen starten und verwalten. Technisch laufen sie in einer virtuellen Maschine; eine "Proxy Native App" sorgt für die Brücke zwischen den Anwendungsmodellen von Android und Windows.

Den Support für Android-Apps hatte Microsoft Ende Juni angekündigt, zum Start der neuen Windows-Version am 5. Oktober fehlte die Integration allerdings noch. Wann die Funktion auch Insidern aus Deutschland und schließlich allen Nutzerinnen und Nutzern von Windows 11 zur Verfügung stehen wird, ist offen.

Zu Windows 11:

(dahe)