Windows 11 läuft wohl nicht auf Intel-Macs

Microsoft verlangt von kompatiblen PCs künftig TPM 2.0 – doch das hat Apple bislang nicht unterstützt. Ob es Tricks gibt, die Vorgabe auszuhebeln, ist unklar.

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MacBook Pro 2019

MacBook-Pro-Maschinen mit Intel-Chip.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan
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Apple-Nutzer können aktuelle Windows-Versionen auf Intel-Macs schon seit Jahren weitgehend problemfrei nutzen – entweder indirekt über virtuelle Maschinen wie Parallels, VMware und Virtualbox oder auch direkt mit Apples hauseigener Unterstützungssoftware Boot Camp. Mit der neuen Windows-Variante 11 könnte sich das nun womöglich ändern, weil Microsoft die Vorgaben verschärft hat.

Für das mit diversen neuen Funktionen ausgestattete Update verlangt der Hersteller künftig, dass ein Trusted Platform Module (TPM) der Generation 2.0 im PC eingebaut ist. Letzteres hat Apple bislang aber noch nie im Einsatz gehabt. Apple verwendet seine eigene Secure Enclave auf Basis von ARM-Technik und hatte TPM 2.0 daher bislang nicht für nötig gehalten.

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Noch ist unklar, ob Windows 11 wirklich nur auf Maschinen läuft, die ein TPM 2.0 besitzen oder Microsoft vielleicht noch eine Hintertür schafft. Tatsächlich lässt sich die geleakte Entwicklerversion des Betriebssystems mit einigen Tricks dennoch installieren.

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Apple hat seine Produktlinie mittlerweile fast komplett auf M1-Chips mit ARM-Technik (Apple Silicon) umgestellt. Zuletzt kam der iMac M1 dazu. Es werden zwar noch Intel-Macs verkauft, diese kommen aber mit Secure Enclave. Ob Apple plant, doch noch einmal neue Intel-Rechner aufzulegen, ist unklar. Denkbar wäre höchstens, dass Apple einen Mac Pro entsprechend aktualisiert – neben einem kompakteren ARM-Modell.

Ob Apple sich in Sachen TPM 2.0 hier breitschlagen lassen würde, das so gar nicht in das Konzept des Konzerns passt, bleibt abzuwarten – Profis könnten auch hier bei Windows 10 bleiben müssen. 4 GByte Arbeitsspeicher und mindestens 64 GByte Massenspeicher sollen es für Windows 11 ansonsten sein – damit hat Apple kein Problem. (bsc)