Windows 8.1: Umstieg planen, das Ende ist fast da

Microsoft dreht Windows 8.1 den Support-Hahn ab. Ein Umstieg auf ein neueres System hilft, keine Sicherheitsprobleme oder ausfallende Anwendungen zu riskieren.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 109 Beiträge
Windows 8.1
Update
Von

10. Januar 2023: Das ist das Datum, an dem Microsoft die letzte Fehlerbereinigung an Windows 8.1 vornimmt. Danach gibt es weder Unterstützung durch Microsoft-Mitarbeiter, noch weitere Software-Korrekturen. Auch nicht, um Sicherheitslücken abzudichten.

Das lange angekündigte Aus für Windows 8.1 wirkt sich auch auf weitere Software aus. So unterstützt Microsoft auch Office nur eingeschränkt bis gar nicht mehr darunter. Zwar könne noch Support für Office 2013 und 2016 gegeben sein, jedoch nur, wenn sich auftretende Probleme nicht auf das darunterliegende Windows-System zurückführen lassen. Für Office 2019 und neuere Versionen bis Microsoft 365 entfällt Support unter Windows 8.1 – sowie bereits für Windows 8 und Windows 7 – sogar ganz. Käufe und Installationen aus dem Microsoft Store sind unter Windows 8.1 ab dem 10. Januar auch nicht mehr möglich.

Microsoft schlägt vor, dass die Nutzerinnen und Nutzer von Windows 8.1 ihr System auf eine neuere, unterstützte Windows-Version wie 10 oder 11 aktualisieren. Sofern die alten Systeme, auf denen Windows 8.1 noch läuft, neueres Windows überhaupt unterstützen. Anderenfalls sollte ein neuer Rechner her, empfiehlt Microsoft.

Aus Sicherheitsperspektive ist der Wechsel auf ein unterstütztes Betriebssystem die beste Option. Microsoft erklärt, dass es keinen offiziellen kostenfreien Upgrade-Pfad von Windows 8.1 auf 10 oder 11 mehr gibt. In der Praxis funktioniert der kostenlose Umstieg mit Windows 7, 8 und 8.1-Schlüsseln jedoch meist; rechtlich zwar zumindest eine Grauzone, aber durch die Bereitstellung einer funktionierenden Aktivierung hilft Microsoft tatkräftig mit und dürfte nicht juristisch gegen das Angebot Nutzende vorgehen – die Akzeptanz alter Installationsschlüssel könnte der Hersteller schließlich einfach abstellen.

Eine weitere Alternative wäre, die Daten zu sichern und etwa auf eine Linux-Distribution zu wechseln. Der c't-Netzplan hilft, eine passende Distribution zu finden, die den eigenen Anforderungen am besten entspricht.

Jetzt haben Administratoren von Windows 8.1 noch rund einen Monat Zeit, betroffene Systeme umzustellen. Allerhöchste Zeit also, sich um die optimale Option Gedanken zu machen und diese zügig umzusetzen.

Update

In der Meldung ergänzt, dass das kostenfreie Upgrade auf Windows 10 und 11 in der Regel funktioniert, auch wenn Microsoft es anders erklärt.

(dmk)