Windows: Gravierende Grafik-Druckprobleme nach März-2021-Updates

Der März 2021-Patchday weitet sich zum Desaster für Windows-Nutzer und -Administratoren aus, da es seitdem gravierende Druckprobleme bei Grafikinhalten gibt.

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(Bild: heise online)

Von
  • Günter Born

Auf Systemen mit installierten Windows-10-Updates vom 9. und 15. März 2021 kann es zu weiteren Druckproblemen kommen. Das gibt Microsoft auf seiner Status-Webseite bekannt. Es können Tabellenzeilen fehlen oder Ausrichtungs- oder Formatierungsprobleme auftreten. Weiterhin werden Elemente eines Dokuments möglicherweise als einfarbige Boxen gedruckt oder fehlen ganz. Es kann auch sein, dass Barcodes, QR-Codes und Grafikelemente wie zum Beispiel Logos im Ausdruck fehlen oder leere Etiketten auf Label-Druckern ausgegeben werden.

Dies betrifft nicht nur Windows 10 und die Server-Pendants, sondern alle Versionen zurück zu 7/8.1. Microsoft untersucht nach eigenen Angaben diesen Fehler und will in Zukunft eine Korrektur veröffentlichen – außer für Windows 7, das keine Updates mehr erhält und von dessen Einsatz abzuraten ist.

Bisher hatte es so ausgesehen, als ob die Sicherheitsupdates vom 9. März 2021 lediglich auf bestimmten Windows-10-Systemen Bluescreens beim Ausdrucken verursachten. Dieses Problem hatte Microsoft mit einem Sonderupdate zum 15. März 2021 korrigiert. Windows-Benutzer hatten aber weiterhin Bluescreens. Software-Entwickler berichteten, dass die Bitmap-Funktionen mit 1-Bit-Bittiefe seit den März-2021-Updates nicht mehr funktionieren. Software, die mit 8-Bit-Bittiefe arbeitet, scheint nicht betroffen zu sein.

Der Ausdruck aus Microsoft Office von Dokumenten mit Tabellen oder Grafiken kann ganz scheitern. Beispielsweise sind bei der DATEV viele Mandanten von diesen Druckproblemen betroffen. Einige Unternehmen müssen eine komplette Flotte Windows-Clients auf den Update-Stand Februar 2021 zurückführen, weil andernfalls deren Anwender nicht mehr mit Microsoft Office arbeiten können. Das betrifft alle Versionen von Microsoft Office 365 und auch Microsoft Office 2010 bis 2019.

Weil Dymo-Labelwriter nur leere Etiketten druckten und der Versand von Waren stockte, wechselte ein Unternehmen auf einen Linux-Print-Server. In Arztpraxen fehlten beim Ausdruck von Dokumenten die als Grafik einzufügenden Stempel, Fax-Server können keine Fax-Ausdrucke mehr anfertigen, da diese als TIFF-Grafiken verarbeitet und gedruckt werden.

(anw)