Windows Server 2022 kommt, Azure-Cloud inklusive

Lokale Windows Server hat Microsoft nicht abgeschrieben, doch die Azure-Cloud findet mit Version 2022 trotzdem ihren Weg ins Rechenzentrum.

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(Bild: Primakov/Shutterstock.com)

Von
  • Moritz Förster

Noch dieses Jahr erscheint Windows Server 2022, wie Microsoft im Rahmen seiner diesjährigen Ignite ankündigte. Es handelt sich um ein LTSC-Release (Long-Term Servicing Channel), das auf Windows Server 2019 basiert.

Viele wichtige Aktualisierungen gibt es im Bereich Sicherheit: Als Secured-Core Server bezeichnen die Entwickler ihre bereits Ende 2019 für Windows 10 eingeführten Schutzmaßnahmen. Konkret will Microsoft Systeme besser gegen Firmware-Angriffe absichern, indem sie per Trusted Platform Module 2.0 and System Guard starten. Mit an Bord sind ferner Credential Guard, mit dem der Windows Defender Anmeldeinformationen virtualisiert in einem isolierten Prozess schützt, und HVCI, das Kernel-Code wie Treiber ebenfalls virtualisiert und so auszuführenden Code isoliert und vor der Ausführung verifiziert. Außerdem aktiviert Windows Server 2022 nun standardmäßig HTTPS und TLS 1.3. Optional können Administratoren eine AES-256-Verschlüsselung für SMB einsetzen.

Zugleich verknüpft Microsoft seine On-Premises-Systeme enger mit der Cloud. Über Azure Arc lassen sich künftig auch lokale Windows Server neben den ausgelagerten Servern verwalten. So kann der Administrator unter anderem Azure Policy, Azure Monitor und Azure Defender fürs eigene Rechenzentrum mit wenigen Klicks im Windows Admin Center hinzufügen. Letzteres erhält mit v2103 ebenfalls ein größeres Update, für Windows Server haben die Entwickler insbesondere die Bereiche Virtualisierung und Event-Monitoring ausgebaut.

Die Cloud macht auch vorm Storage-Bereich nicht halt: Mit einem Update des Storage Migration Service sollen sich Azure und lokale Windows Server nahtlos verbinden lassen, damit sich Daten schnell auslagern lassen.

Auch die Windows Container erhalten mehrere neue Funktionen. Unter anderem hat Microsoft den Kubernetes-Support deutlich ausgebaut und die Größe der Container-Images reduziert. Außerdem lassen sich .NET-Applikationen nun in Container packen und über die Azure Container Registry anderen Cloud-Diensten zur Verfügung stellen. Technische Details zu den Aktualisierungen finden Leser in einem separaten Blogeintrag über die Windows Container.

Ab sofort steht Windows Server 2022 als Preview zur Verfügung, die sich sowohl auf einem lokalen Rechner oder in Azure ausprobieren lässt. Ein genaues Datum für die allgemeine Verfügbarkeit steht noch nicht fest, Microsoft spricht in der Ankündigung lediglich vom Ende des Jahres 2021.

(fo)