Windows Terminal Preview 1.10: Mit zwei Klicks zur Kommandopalette

Die Preview 1.10 zeigt einen Ausblick auf künftige Features im Windows Terminal, während Version 1.9 schon in den Startlöchern steht.

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(Bild: FlashMovie/Shutterstock.com)

Von
  • Maika Möbus

Microsoft hat Windows Terminal Preview 1.10 veröffentlicht und darin einige Anpassungen vorgenommen, unter anderem bei der Kommandopalette und beim Erstellen von Tastaturkürzeln.

Da dem Entwicklerteam auffiel, dass der Feedback-Button im Dropdown-Menü kaum Verwendung fand, versah es ihn kurzerhand mit einer neuen Funktion. Dort ist nun der Zugriff auf die Kommandopalette zu finden, er bietet somit eine Alternative zum Tastaturkürzel Strg+Shift+P:

Windows Terminal Preview 1.10: Kommandopalette im Dropdown-Menü

(Bild: Microsoft)

Derzeit ist eine neue UI-Implementierung mit einer "defaults"-Seite in Arbeit, da Nutzer an der Option Interesse bekundet hatten. Zuvor hatte das Microsoft-Team den Base Layer entfernt (ein Äquivalent zum "defaults"-Abschnitt in der .json-Datei), um einen aus Version 1.8 bekannten architektonischen Konflikt mit den JSON Fragment Extensions zu beheben.

Windows Terminal Preview 1.10 erlaubt zudem, eigene Tastaturkürzel für Aktionen zu erstellen, ohne dass dafür bestehende wegfallen. Das geschieht mithilfe des Einstellungs-UI:

Windows Terminal Preview 1.10: Shortcuts erstellen

(Bild: Microsoft)

Zu den weiteren Neuerungen zählen die Darstellung von fettgedrucktem Text im Textrenderer, die Einstellbarkeit der Sprache im Terminal sowie ein Prozentzeichen für alle Schieberegler zur Regulierung der Deckkraft. Die behobenen Bugs in Preview 1.10 umfassen unter anderem, dass das Einstellungs-UI zu selteneren (den Herausgebern zufolge im Idealfall keinen) Abstürzen mehr führen soll und dass schließende Tabs nicht mehr im Terminal abstürzen sollen.

Einen Überblick aller Neuerungen in Windows Terminal Preview 1.10 bietet ein Blogeintrag.

Das Windows Terminal ist noch recht neu, denn Version 1.0 erschien zur Microsoft Build 2020. Die erste Ankündigung erfolgte ein Jahr zuvor ebenfalls auf der Build-Konferenz. Das Terminal kann mit der Eingabeaufforderung, PowerShell und WSL (Windows Subsystem for Linux) umgehen, es bietet außerdem benutzerdefinierte Designs, Formatvorlagen und Konfigurationen. WSL soll offenbar bald Unterstützung für GPU-Computing erhalten.

Derzeit steht das Open-Source-Terminal in Version 1.8 bei Microsoft zum Download bereit. Die Version 1.9 soll bald als allgemein verfügbares Release erscheinen und fast alle Features aus der Preview an Bord haben – mit Ausnahme der standardmäßigen Terminaleinstellung und der Fähigkeit zum Editieren von Aktionen mithilfe des Einstellungs-UI.

(mai)