Wirtschaftsminister Altmaier lädt zu „Innenstadt-Gipfel“

Der „Innenstadt-Gipfel“ soll dem durch Online-Handel und Pandemie gebeutelten Einzelhandel in den Innenstädten wieder auf die Beine helfen.

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Drängeln, wühlen, anfassen: Das kann der Online-Handel nicht bieten.

(Bild: Kuszpit/Shutterstock.com)

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  • dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plant am kommenden Dienstag vor dem Hintergrund der Corona-Krise einen „Innenstadt-Gipfel“. Der CDU-Politiker sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Das ist der Auftakt für einen Prozess zur Belebung unserer Innenstädte.“ Die Geschäfte in den Innenstädten kämpften schon seit Jahren mit dem wachsenden Online-Handel, durch Corona habe sich das verschärft. „Für mich gehören diese Läden zu unserer gewachsenen Kultur“, so Altmaier.

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Konkret will der Minister dem stationären Einzelhandel helfen, die Vorteile der Digitalisierung für sich selbst zu nutzen. „Wir können die Digitalisierung nicht zurückdrehen. Aber wir können dafür sorgen, dass sie zum Verbündeten des Einzelhändlers wird“, sagte Altmaier.

So könnten die Kunden beispielsweise im Onlineshop über den Einzelhändler ihrer Wahl einkaufen und die Bestellung dann im Laden abholen, weil sie tagsüber nicht zu Hause seien und kein Paket in Empfang nehmen könnten. „Wenn dann auch noch die Logistik schneller oder regionaler ist als bei Amazon, wäre das ein zusätzlicher Vorteil.“ Der Marktanteil des Online-Handels war während des Shutdowns im Frühjahr sprunghaft gestiegen.

Altmaier hatte bereits im Sommer gesagt, es müssen Konzepte zur Wiederbelebung der Innenstädte entwickelt werden. „Wir wollen verhindern, dass es zu einem Sterben der Geschäfte in den Innenstädten kommt.“ Dabei setzt er vor allem auf Digitalisierung, um Einzelhändler zu stärken und das Shoppen und Verweilen für Kunden in den Stadtzentren attraktiver zu machen.

Seit der Corona-Pandemie würden sehr viel mehr Geschäfte online getätigt, erklärte Altmaier. An diesem Trend will er auch kleinere Geschäfte stärker beteiligen: „Wir müssen den Geschäftsinhabern in den Innenstädten dabei helfen, ihre Kundenbeziehungen so zu digitalisieren, dass es auch den Modeläden und Schuhgeschäften zugutekommt.“ (mls)