"Wo ist?": Apples Suchnetzwerk ortet bald Alltagsobjekte

Alle iPhones helfen künftig dabei, getaggte Objekte wiederzufinden. Apple öffnet den Dienst für Dritthersteller, auch hauseigene AirTags werden erwartet.

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Wo ist Alltagsobjekt

Bald sollen Alltagsobjekte in Apples App "Wo ist?" Platz finden.

Von
  • Leo Becker

Apple bereitet die Öffnung seines Netzwerks "Wo ist?" ("Find my") vor. Die auf iPhones und iPads vorinstallierte App, die bislang Personen und Geräte ortet, soll bald auch dabei helfen, verlorene Alltagsobjekte wiederzufinden. Die schon länger im Betriebssystem versteckte Funktion zum Hinzufügen getaggter Gegenstände wurde nun in iOS 14.5 freigeschaltet, wie Entwickler mit Zugriff auf die jüngste Betaversion berichten.

Über einen neuen Reiter können Nutzer in der App "Wo ist" sowohl Objekte hinzufügen, die anschließend getrackt werden, als auch ein gefundenes fremdes Objekt identifizieren. Der Eigentümer kann auf diesem Weg offenbar eine Nachricht für den Finder überlassen. Voraussetzung ist, dass die Gegenstände Apples "Wo-ist"-Netzwerk unterstützen, das bislang der hauseigenen Hardware des Herstellers vorbehalten ist. Apple hat den Dienst im vergangenen Jahr für Dritthersteller freigegeben, die ihre Produkte dadurch integrieren können. Als erster Hersteller hat Belkin dies für seine True-Wireless-Kopfhörer Soundform Freedom angekündigt, die demnächst in den Handel kommen sollen.

Seit längerem wird erwartet, dass Apple auch einen eigenen Schlüsselfinder auf den Markt bringt in Gestalt von "AirTags", die sich an Objekten befestigen lassen. Diese könnten neben Bluetooth auch Ultrabreitbandfunk integrieren, um sich so auch genauer in der direkten Umgebung von iPhones mit Apples U1-Chip auffinden zu lassen. Möglicherweise wird das Accessoire auf einem Apple-Event im März vorgestellt. iOS 14.5 könnte gegen Monatsende zum Download freigegeben werden.

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Alle bei Apples Fernortungsdienst "Mein iPhone suchen" angemeldeten iPhones und iPads lauschen auf Bluetooth-Signale in der Umgebung und können so auch fremde Hardware orten, die selbst über keine Internetverbindung verfügt oder gerade offline ist. Das Netzwerk besteht aus mehreren Hundert Millionen Apple-Geräten so der Hersteller.

Der Fundort wird dafür verschlüsselt an den Besitzer des Gerätes oder Objektes übermittelt. Apple greift auf verschiedene Schutzmechanismen zurück, die ein Tracking einzelner Geräte über Bluetooth erschweren sollen. Der übermittelte Standort ist per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt, um so den Einblick für Dritte – Apple eingeschlossen – unmöglich zu machen.

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(lbe)