Wohl fürs Apple Car: Ex-BMW-Topmann geht zu Apple

Ulrich Kranz, der zwischenzeitlich bei einem E-Auto-Start-up angeheuert hatte, soll künftig für Apple tätig werden – in bislang unbekannter Position.

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Produktion des i3

Produktion des elektrischen BMW i3 in Leipzig.

(Bild: dpa, Jan Woitas)

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  • dpa

Apple hat eine bedeutende Personalie für seine "iCar"-Sparte zu verzeichnen: Der Konzern untermauert seine Ambitionen im Autobereich mit der Verpflichtung eines ehemaligen BMW-Managers. Ulrich Kranz, der zuletzt ein Elektrofahrzeug-Startup führte. arbeite jetzt für Apple, bestätigte der iPhone-Hersteller gegenüber US-Medien. Das ist recht erstaunlich, werden Personalmeldungen doch sonst eigentlich nicht kommentiert.

Wo Kranz tätig werden soll, sagte Apple allerdings nicht. Nach Infos des Finanzdienstes Bloomberg wird Kranz aber bei Apple im Team des ehemaligen Tesla-Managers Doug Field arbeiten, der das Autoprojekt leitet.

Kranz könnte Apple mit seinem Wissen sehr hilfreich sein. Sp gehörte er bei BMW zu den Entwicklern des als sehr innovativ geltenden Elektromobils i3 – es setzte unter anderem auf Carbon-Verbundwerkstoffe und war speziell als E-Auto gestaltet worden – und später des elektrischen Supersportwagens i8.

Nach seinem Job bei BMW war er zunächst beim bislang wenig erfolgreichen Elektroauto-Startup Faraday Future und gründete dann selbst die Firma Canoo mit, wo neuartige Elektrowagen entstehen sollen. Bis April war Kranz sogar Chef von Canoo. Apple habe ihn wenige Wochen später bereits an Bord geholt, schreibt .Bloomberg.

Apple entwickelt bereits seit Jahren Technologie für das autonome Fahren und testet zu Roboterautos umgebaute SUVs der Toyota-Luxusmarke Lexus auf öffentlichen Straßen in den USA. Am Anfang des bereits seit mehr als fünf Jahren laufenden Autoprojekts zeigte Apple auch schon Prototypen an Zulieferer, danach wurde es jedoch vor allem auf Software ausgerichtet.

In den vergangenen Monaten hatten die seit Jahren köchelnden Spekulationen über ein Apple-Auto wieder neue Nahrung erhalten. Vor allem war in Medienberichten von einer Kooperation mit dem südkoreanischen Hyundai-Konzern und seiner Marke Kia die Rede. Dann teilte Hyundai aber mit, dass es derzeit keine Gespräche mit Apple über die Entwicklung von selbstfahrenden Autos gebe. Auch ein Projekt mit Nissan soll gescheitert sein.

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(bsc)