Workstation Version 16: VMwares Virtualisierer mit Containern einsetzen

Mit der neuen Version 16 erweitert VMware sein Hypervisor-Paket Workstation deutlich. Insbesondere in die Unterstützung von Containern ist Arbeit geflossen.

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(Bild: Shutterstock/Igor Golovniov)

Von
  • Dr. Jens-Henrik Söldner

Workstation, VMwares Desktop-Hypervisor für Windows und Linux, zieht in der neuen Version 16 mit dem Schwesterprodukt Fusion für macOS gleich. Letzteres beherrscht bereits seit Mai 2020 neben virtuellen Maschinen auch die Arbeit mit Containern und liegt seit Kurzem in Version 12 vor. Beide Softwarepakete wenden sich an Entwickler und Administratoren, die VMs und Container zunächst auf dem lokalen Desktop testen möchten, bevor sie sie später auf VMwares RZ-Produkten wie vSphere professionell einsetzen wollen.

Neu verfügbar in Workstation ist das Kommandozeilenwerkzeug vctl, mit dem Entwickler nun den kompletten Lebenszyklus von Containern (Build, Run, Push, Pull) lokal abbilden können. Hinzu kommt in beiden Paketen die Unterstützung von Kubernetes-Clustern inklusive des Features kind. Letzteres ermöglicht es, Kubernetes-Cluster mit auf Docker-Container basierenden Cluster-Knoten lokal zu testen.

Fusion und Workstation können nun Applikationen auf Basis von DirectX 11 und OpenGL 4.1 ausführen. Ausreichend Arbeitsspeicher vorausgesetzt, können 3D-beschleunigte Gastsysteme bis auf 8 GByte vRAM für 3D-Programme zugreifen – solange die VM mindestens 16 GByte RAM erhält. Neu ist auch die Unterstützung von externen eGPU Grafikkarten.

Eine weitere neue Funktion richtet sich explizit an Administratoren: Mit Workstation und Fusion lassen sich VMs in vSphere 7 verwalten. Des Weiteren soll Fusion mit Version 12 auch mit der kommenden Major Release 11 von macOS namens Big Sur umgehen können – sowohl als Wirts- als auch als Gastsystem.

VMware ändert ebenfalls seine Preise und Lizenzbedingungen, allerdings größtenteils zum Vorteil des Kunden: Wer eine individuelle Lizenz von Workstation Pro oder Fusion Pro erwirbt, kann diese nun auf bis zu drei Geräten nutzen und den Lizenzschlüssel für die jeweilige andere Variante verwenden. Die kleinere Variante Workstation Player bleibt für den persönlichen Gebrauch kostenfrei, für macOS-Nutzer kommt ein für den Privatgebrauch kostenfreier Fusion Player hinzu. Details zur Lizenzierung und den Neuerungen sind im Blog von VMware zu finden.

Zum Download verfügbar sollen Workstation 16 und Fusion 15 bis spätestens Ende Oktober sein. Testwillige Nutzer können sich für die Tech Previews beider Pakete registrieren.

(fo)