Youtube sperrt rechtsextremes Netzwerk "Ein Prozent"

Die Videos des nationalistischen Netzwerks sind auf Youtube nicht mehr zu sehen.

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NSDAP, DNVP, Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, Reichslandbund und der Alldeutsche Verband schlossen sich 1931 zur Harzburger Front zusammen. Hier einige Nazi-Schergen, die damals dabei waren.

(Bild: Bundesarchiv (CC BY-SA 3.0 DE))

Von
  • dpa

Youtube hat das Konto des Netzwerks "Ein Prozent" gesperrt, das nationalistische und völkische Initiativen bündelt und vernetzt. Dem Verein wurden mehrere Verstöße gegen die Hassrede-Richtlinien der Plattform vorgeworfen, die Youtube erst vor einer Woche verschärft hatte.

Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang hatte den Verein "Ein Prozent" im vergangenen Juli zur Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2019 in eine Reihe mit anderen "Neuen Rechten" gestellt, zusammen mit der "Identitären Bewegung Deutschland", dem "Institut für Staatspolitik", den AfD-Teilorganisationen JA und "Flügel" sowie der "Compact-Magazin GmbH": "Sie alle konstruieren Sündenböcke, schüren Hysterien und Feindbilder mit Desinformation und Verschwörungstheorien und reichern ihre pseudo-intellektuellen Theorien mit fremdenfeindlichen, nationalistischen, rassistischen oder antisemitischen Ideologieelementen weiter an", sagte Haldenwang.

In diesem Jahr hat Youtube bereits die Kanäle des rechtsextremen Rapper Chris Ares sowie drei Konten der Identitären Bewegung gesperrt. Darunter befand sich auch der persönliche Kanal des prominenten österreichischen Aktivisten Martin Sellner.

Ares hatte knapp 80.000 Abonnenten auf Youtube und konnte auch Umsätze auf klassischen Online-Musik-Plattformen wie Spotify und iTunes generieren. Der Kanal "einprozentfilm" des Vereins "Ein Prozent" hatte knapp 12.000 Abonnenten.

(anw)