ZF-Personalchefin: Standortschließungen "nicht vom Tisch"

Die Umstellung auf E-Mobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren fordert die Zulieferer. Bei ZF Friedrichshafen schließt man Betriebsschließungen nicht aus.

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ZF Friedrichshafen

Forschungs- und Entwicklungszentrum ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen

(Bild: ZF Friedrichshafen)

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  • dpa

Beim Autozulieferer ZF Friedrichshafen sind Standortschließungen in den kommenden Jahren laut Personalchefin Sabine Jaskula nicht ausgeschlossen. Dies könne "leider zum jetzigen Zeitpunkt nicht vom Tisch sein, auch weil es an einigen deutschen Standorten sehr schwierig ist, für auslaufende Produkte neue Kundenaufträge zu gewinnen", sagte Jaskula der Schwäbischen Zeitung. "Die Kostenstrukturen passen nicht überall."

Die Ausrichtung des Unternehmens auf Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren erfordere "deutlich höhere Investitionen als in der Vergangenheit", sagte Vorstandsmitglied Jaskula. "Im Vergleich mit unseren Wettbewerbern haben wir viel länger an den deutschen Standorten festgehalten, was aktuell den Druck erhöht, hier genau hinzuschauen." Für die "überwiegende Zahl" der Standorte habe ZF aber "gute Perspektiven erarbeitet".

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Betriebsbedingte Kündigungen werde es bei ZF bis Ende 2022 nicht geben – wie im vergangenen Jahr im Tarifvertrag zugesichert, sagte Jaskula. Der Tarifvertrag sieht auch vor, dass alle deutschen ZF-Standorte bis Ende 2022 erhalten bleiben, gibt aber keine entsprechende Garantie für die Zeit danach.

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(fpi)