Zahlungsabwickler Stripe mit 95 Milliarden US-Dollar bewertet

Stripe wickelt Zahlungen für Unternehmen wie etwa Uber, Lyft und Deliveroo ab. Vermehrte Online-Geschäfte durch die Pandemie verbessern die Aussichten.

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 Geld und Taschenrechner

(Bild: TierneyMJ/Shutterstock.com)

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  • dpa

Der Zahlungsabwickler Stripe hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde eine Bewertung von 95 Milliarden US-Dollar erreicht – mehr als die einstigen Aufsteiger Facebook und Uber vor ihren Börsengängen. Stripe besorgte sich bei Investoren weitere 600 Millionen Dollar (rund 502 Millionen Euro). Die Gesamtbewertung ergibt sich daraus, welchen Anteil an der Firma die Investoren für ihr Geld bekamen.

Stripe will die Finanzspritze unter anderem für eine beschleunigte Expansion in weitere Länder einsetzen, wie das Unternehmen in der Nacht zum Montag mitteilte. Unter den Geldgebern sind die Versicherer Allianz und Axa, der Risikokapitalgeber Sequoia sowie der Investitionsarm der irischen Regierung.

Stripe mit Sitz in San Francisco wurde 2010 von den irischen Brüdern Patrick und John Collison gegründet. "Wir investieren in diesem Jahr sehr viel mehr in Europa, insbesondere an unserem zweiten Hauptsitz in Dublin", betonte John Collison.

Auch in Deutschland will Stripe sein Geschäft in diesem Jahr weiter stark ausbauen. Das Unternehmen ist bisher in 42 Ländern aktiv, davon 31 in Europa. Zu den Kunden gehören unter anderem die Fahrdienst-Vermittler Uber und Lyft, Essenslieferdienst Deliveroo, Twitter oder etwa Axel Springer.

Bei der vergangenen Finanzierungsrunde im September 2020 war Stripe laut Medienberichten noch mit 35 Milliarden Dollar bewertet worden. Doch in der Corona-Pandemie hat das Online-Geschäft einen kräftigen Schub erlebt – und auch Stripe profitierte davon.

Die neue Bewertung ist sehr hoch für ein nicht an der Börse notiertes Unternehmen. Facebook hatte vor seinem Börsengang 2012 die Marke von 80 Milliarden Dollar erreicht, Uber kam vor der Aktienplatzierung auf gut 70 Milliarden Dollar.

(kbe)