Zeiss ZX1: Vollformat-Kompaktkamera mit Adobe Lightroom ab sofort erhältlich

Die ZX1 kommt zwei Jahre nach der Ankündigung auf den Markt. Zeiss hat noch einmal intensiv an der Integration von Hard- und Software gearbeitet.

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(Bild: Zeiss)

Von
  • Sophia Zimmermann

In Deutschland und in den USA ist die Zeiss ZX1 ab sofort verfügbar, verkündete der Hersteller in einer Mitteilung. Der Preis liegt demnach bei 6000 Euro. Zeiss kündigte die Vollformatkompakte bereits zur Photokina 2018 an, musste den Marktstart aber immer wieder verschieben.

Dafür verantwortlich war wohl die Abstimmung von Hard- und Software: "Wir haben noch einmal intensiv am gesamtheitlichen Workflow und der reibungslosen Integration von Hard- und Software gearbeitet und sind überzeugt, dass sich das Warten gelohnt hat", sagt Jörg Schmitz, Leiter von Zeiss Consumer Products. Das Besondere am Konzept der 37-Megapixel-Kamera ist die Integration der Raw-Entwicklungssoftware Adobe Lightroom.

Das rückseitige Display ist das Herzstück der ZX1-Bedienung. Darüber und mithilfe von Adobe Lightroom sollen Fotografen ihre Bilder direkt auf der Kamera be- und verarbeiten können.

(Bild: Zeiss)

Über den 4,3 Zoll großen Touchscreen sollen Fotografen ihre Bilder direkt auf der Kamera bearbeiten und weiter verteilen können, beispielsweise an Soziale Medien. Der Hersteller will damit ambitionierte Amateure und Profis ansprechen, die ihre Arbeiten schnell und ohne den Umweg über externe Geräte verbreiten wollen. Selbst auf SD-Karten werden diese nicht mehr angewiesen sein, denn der interne Speicher der ZX1 soll 512 Gigabyte umfassen und Platz für 50.000 JPEGs beziehungsweise 7000 Raw-Dateien bieten. Via USB-C sollen externe Speicher angeschlossen werden können. Zum Ausstattungsumfang gehören außerdem WLAN und Bluetooth.

Ausgeliefert wird die ZX1 laut Zeiss entsprechend mit einem kostenlosen einjährigen Lightroom-Abonnement, ob es auch danach noch Vergünstigungen für Kamerakäufer geben wird, ist noch nicht bekannt. Adobe selbst bietet das Abo momentan für knapp 140 Euro an.

Die Zeiss ZX1 besitzt eine integrierte Festbrennweite mit 35 Millimetern und einer Offenblende von f/2.0. Mit diesem moderaten Weitwinkel will die Kamera besonders flexibel sein, denn dieser eignet sich sowohl für Landschafts- als auch Streetfotografie. Selbst atmosphärische Porträts gelingen mit dem richtigen Bildaufbau. Dafür steht Fotografen ein elektronischer Sucher mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Bildpunkten zur Verfügung.

Das Design der Kompakten ist eigenwillig, denn das Gehäuse macht einen auffälligen Knick, der sich auch durch das rückseitige Display (1280 × 720 Bildpunkte) zieht. Des weiteren sind Bedienelemente äußerst rar, dem Konzept entsprechend navigiert man hauptsächlich via Touch.

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Nicht nur ihr Software- und Bedienkonzept macht die ZX1 exotisch. Darüber hinaus gibt es bisher nur sehr wenige Kompaktkameras, die mit einem Vollformatchip arbeiten. Sony hat hier die RX1R II im Angebot, Leica die Q2. Beide Kameras kosten mehrere Tausend Euro.

(ssi)