Zeitung: Justizministerium will Cookie-Banner umgestalten

Nach dem Willen eines Spitzenbeamten aus dem Bundesjustizministerium soll das Ablehnen der unbeliebten Cookies für Nutzer künftig einfacher werden.

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(Bild: Datenschutz-Stockfoto/Shutterstock.com)

Von
  • Tim Gerber
  • mit Material der dpa

Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) will Cookie-Auswahlbanner im Internet nutzerfreundlicher gestalten. "Das Einwilligen zu den Datenschutzbestimmungen auf Websites ist oft verbraucherunfreundlich – lange Texte, viel Kleingedrucktes, komplizierte Browser-Fenster", sagte der für Verbraucherschutz zuständige Staatssekretär Christian Kastrop der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Als Folge klickt der Verbraucher oft genervt auf "Akzeptieren". "Wir wollen das Ablehnen von Cookie-Einstellungen künftig genauso leicht wie das Einwilligen machen."

Der beamtete Staatsekretär im Bundesjustizministerium und Honorarprofessor an der FU Berlin Christian Kastrop will Cookie-Ablehnungen für Nutzer vereinfachen.

(Bild: Thomas Imo/BMJV)

Agenturmeldungen zufolge, die ein Sprecher des Ministeriums gegenüber heise online bestätigte, seien dazu derzeit keine neuen Gesetze geplant. Kastrop sprach in diesem Zusammenhang von Manipulationen. Auch klickten Verbraucher bei einer komplizierten Gestaltung der Abfrage häufig genervt auf "Akzeptieren", um den Vorgang abzukürzen. Ein neues Gesetz sei aber nicht geplant, zitierte das Blatt den Staatssekretär.

Vielmehr setze das Ministerium auf den Aufbau eines Kompetenzzentrums für verhaltenswissenschaftliche Verbraucherforschung. Darin sollen den Angaben zufolge Psychologen und Ökonomen gemeinsam arbeiten. Entsprechende Vorgaben könnten aber über die Privacy-Richtlinie der EU kommen, die derzeit verhandelt werde, ergänzte der Sprecher.

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(tig)