Zoom plant Live-Übersetzung und will Integration in Facebooks virtuelle Realität

Auf der Zoomtopia 2021 hat Zoom unter anderem einen Live-Übersetzer vorgestellt und Kooperationspläne mit Facebooks VR Horizon Workrooms angekündigt.

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(Bild: fizkes/Shutterstock.com)

Von
  • Marie-Claire Koch

Zoom hat auf seiner jährlichen Konferenz Pläne vorgestellt, die das hybride Arbeiten weiter voranbringen sollen. Unter anderem will das Software-Unternehmen seinem Video-Kommunikationstool eine Erweiterung für Live-Übersetzungen hinzufügen, die für bis zu 12 Sprachen funktionieren soll. Außerdem ist noch für dieses Jahr geplant, die bereits in Zoom integrierte Whiteboard-Funktion als einzelnes Produkt auszukoppeln und auch außerhalb von Zoom-Meetings verfügbar zu machen. Zu weiteren Neuerungen gehört auch die Integration von Zoom in Facebooks virtuelle Realität (VR).

Zu den größten Veränderungen, die auf der Zoomtopia 2021 vorgestellt wurden, gehören Übersetzungen in Echtzeit. Dass das Unternehmen Interesse an der Verarbeitung gesprochener Sprache hat, zeigte sich bereits durch die Kooperation von Zoom mit Otter.ai zwecks automatischer Transkription. Damit die gesprochenen Beiträge einer Videokonferenz zu Text werden, musste bisher das externe Produkt Otter live erworben werden. Die neu geplanten Übersetzungs-Dienste sind laut Zoom Resultat der Übernahme von dem Karlsruher Übersetzungsunternehmen Kites, das sich auf die KI-gestützte Übersetzung natürlicher Sprache spezialisiert hat.

Zu einer weiteren großen Neuerung gehört, dass Zoom seine Whiteboard-Funktion auskoppeln will. Derzeit können Nutzer durch die Funktion während laufender Konferenzen Whiteboards mit anderen teilen, um dort gemeinsam Notizen zu erstellen. Gleichzeitig findet weiterhin das Gespräch statt. Noch für dieses Jahr ist eine Beta-Phase geplant, in der die Whiteboard-Möglichkeit außerhalb des Videokonferenz-Tools funktionieren soll. Dabei wird das Whiteboard unter anderem in der Web-Version verfügbar sein.

Übersicht Zoom Whiteboards

(Bild: Zoom)

Ein nächster Schritt ist die Kooperation mit Facebooks Horizon Workrooms. Horizon Workrooms sind virtuelle Präsentationsräume, in denen die Kommunkation auch über Avatare erfolgen kann. Bisher können neben dem Bildschirm auch Outlook, Google Calendar, Links und Dateien geteilt werden. Im nächsten Jahr soll das Whiteboard ebenfalls in Facebooks VR integriert sein, damit Nutzer auch dort darauf zugreifen können. Zoom-Konferenzen inklusive Whiteboards sollen so Bestandteil der VR von Facebook sein und Nutzern mithilfe des Oculus-Headsets die Möglichkeit geben, die gesamte Arbeitsfläche zu überblicken.

Zoom-Whiteboard in Horizon Workrooms

(Bild: Zoom)

Für Zooms Telefon-Funktion ist zudem eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Einzelgespräche über den Zoom-Client in Vorbereitung. Außerdem können Anwender ihren Kolleginnen und Kollegen in Zukunft eine Video-Nachricht im Voicemail-Posteingang hinterlassen.

Video-Nachricht auf Zoom

(Bild: Zoom)

(mack)