Zu wenige Mini-LEDs: MacBook Pro 2021 kommt wohl erst im Herbst

Mit neuen Zulieferern und Investitionen will Apple die Produktion von Mini-LEDs steigern, um die Display-Technik in die Profi-Notebooks bringen zu können.

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(Bild: Nanain/Shutterstock.com)

Von
  • Leo Becker

Apples erwartetes 10-Kern-MacBook-Pro ist offenbar noch nicht startbereit: Der Hersteller versuche derzeit noch, die ausreichende Versorgung mit Mini-LEDs sicherzustellen, um die neue kontraststärkere Display-Technik in die Profi-Notebook-Reihe zu bringen, wie aus der Lieferkette zu vernehmen ist. Apple habe jüngst zwei weitere chinesische Zulieferer ins Boot geholt, die zusätzliche Boards mit der Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung in neuen Werken produzieren sollen.

Außerdem hat Apple 200 Millionen US-Dollar in die Aufrüstung der Produktionsanlagen eines Zulieferers investiert, dessen Mini-LED-Produktion dann die Fertigung von rund 700.000 bis 800.000 MacBook Pro mit der neuen Bildschirmtechnik ermöglichen soll, wie DigiTimes berichtete.

Die Zulieferer stellen sich dem Bericht zufolge auf einen Herbststart der neuen MacBook-Pro-Modelle ein. Die Produktion solle im laufenden dritten Quartal deutlich hochgefahren werden, die Einführung werde bis Ende September erwartet. Apple hat in der Vergangenheit schon mehrfach ein Herbst-Event genutzt, um dort auch neue Macs vorzustellen.

Den neuen "Liquid Retina XDR"-Bildschirm hat Apple mit dem 12,9" iPad Pro vor Kurzem präsentiert. Mit einer Hintergrundbeleuchtung aus über 10.000 Mini-LEDs bringt der Konzern bestimmte Eigenschaften seines teuren Pro-Displays auf iPad – das wird auch für das neue 14" und 16" MacBook Pro erwartet. Beim 13-Zoll-Display des iPads verspricht Apple eine Helligkeit von bis zu 1000 cd/m2 sowie bis zu 1600 cd/m2 in Spitze für HDR-Inhalte. Im ausführlichen Test des iPad Pro 2021 konnten wir im Labor eine Helligkeit von 1407 cd/m[sup]2[/sup] messen.

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Das Kontrastverhältnis wird mit 1.000.000:1 angegeben und liegt damit weit über den bisherigen LCDs in iPads und MacBooks. Auch dort sorgen Produktionsschwierigkeiten offenbar für erhebliche Lieferverzögerungen, Apple nennt selbst bei 12,9"-Basismodellen derzeit noch eine Lieferzeit von rund vier Wochen.

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Im neuen MacBook Pro wird Berichten zufolge ein leistungsfähigerer Apple-Chip mit 10 Kernen – davon acht High-Performance-Kerne sowie zwei energiesparenden High-Efficiency-Kerne – zum Einsatz kommen. Zudem werden Design-Neuerungen und die Rückkehr mehrerer Schnittstellen erwartet, darunter HDMi, ein SD-Kartensteckplatz und ein magnetisch angebundenes Stromkabel.

(lbe)