Zweiter Berliner Apple Store offiziell bestätigt

Das Ladengeschäft in Mitte am Hackeschen Markt wird "bald" öffnen, so der Konzern. Damit dürfte der ständig überlaufene Kudamm-Store etwas entlastet werden.

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Apple Store Rosenthaler Straße, Berlin.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Da ist er endlich: Apple hat seinen sechzehnten Laden auf deutschem Boden am Freitagmorgen offiziell bestätigt. Über den Store mit Standort Berlin-Mitte hatte es bereits seit Monaten Gerüchte gegeben. Er ist – für Apple eher ungewöhnlich – in einem nicht von dem Konzern selbst verantworteten Neubau am Hackeschen Markt in der Rosenthaler Straße entstanden und soll nun "bald" eröffnet werden. Das große Apple-Logo samt typischer kunstwerkartiger Reklame in den Schaufenstern ist seit wenigen Stunden zu sehen.

Einen konkreteren Eröffnungstermin nannte Apple auf der frisch eingerichteten Homepage für den neuen Laden zunächst nicht – es wird aber allgemein damit gerechnet, dass es wohl Anfang Dezember soweit ist. Die Spekulationen hatten sich seit Sommer verdichtet, als Apple erstmals offiziell nach Mitarbeitern für einen zweiten Berliner laden suchte. Der Store in der Rosenthaler Straße stößt auf großen Bedarf. Im Gegensatz zu Hamburg, München oder Köln gibt es in der größten Stadt Deutschlands bislang nur einen einzigen Laden. Der Apple Store Kurfürstendamm ist dementsprechend häufig überlaufen.

Die Röhren, die Apple hier für sein Ankündigungskunstwerk nutzt, kennt man in Berlin – sie führen das hier sehr hoch liegende Grundwasser durch die Stadt.

(Bild: Apple)

Bei den Apple Retail Stores geht es den Besuchern nicht nur um das Kaufen von Apple-Produkten – sie holen sich in den Läden auch technische Unterstützung an der Genius Bar. Wer Hard- oder Software-Probleme hat oder Geräte zur Reparatur einreichen möchte, kann dort einen Termin buchen. Deren Verfügbarkeit dürfte sich mit dem zweiten Laden – über dessen genaue Größe aktuell noch nichts bekannt ist, er scheint jedoch durchaus üppig zu sein – deutlich verbessern. Freie Termine für den Store in Mitte sind aktuell allerdings noch nicht buchbar.

Die Architektur des neuen Apple Store Berlin-Mitte kann man als eher konventionell bezeichnen. Die Optik orientiert sich an vielen Berliner Neubauten der letzten Jahre mit Naturstein und "Schießscharten"-Look. Das Gebäude befindet sich an einer Stelle, an der zuvor eine Seniorenresidenz aus den Neunzigerjahren gestanden hatte. Im Komplex sind auch noch ein Supermarkt sowie Luxuswohnungen untergebracht. Inwieweit Apple Einfluss auf die Architektur hatte, ist unklar – auf den ersten Blick sieht es zumindest von außen nicht so aus.

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Das ist ungewöhnlich, weil der Konzern normalerweise in (selbst) renovierte Altbauten zieht – der Store am Kudamm war früher ein Kino – oder komplett eigene Neubauten verwirklicht, die vom Team des berühmten Architekten Norman Foster stammen. Dass Apple an diese Stelle Berlins ziehen könnte, war jedoch schon seit längerem vermutet worden. In einen anderen möglichen Laden zog dann aber die japanische Kleiderkette Uniqlo ein.

(bsc)