eBay enttäuscht Anleger: Halber Gewinn, weniger rosige Aussichten

Der Pandemieschwung ist bei eBay verflogen, die Zahl der Käufer geht weiter langsam zurück. Nach dem Quartalsbericht dreht die Aktie ins Minus.

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eBay-Logo steht in Blumenbeet

(Bild: Mike Knell CC BY-SA 2.0)

Von
  • Frank Schräer

eBay verzeichnet weiteren Rückgang von Käufern auf seiner Handelsplattform. Das zeigt sich im aktuellen Quartalsbericht in einem Rückgang des Gewinns und einer gebremsten Umsatzsteigerung. Dazu kommen verhaltene Aussichten. Das enttäuscht Investoren. Die Aktie verliert im nachbörslichen US-Handel mehr als fünf Prozent.

eBay hat im dritten Quartal den Umsatz im Jahresvergleich um elf Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar (2,15 Mrd. Euro) gesteigert. Das liegt leicht über der eigenen Vorhersage und den Erwartungen der Finanzexperten. Im Vorquartal war der Umsatz aber noch um 17 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar gestiegen. Für das aktuelle Weihnachtsquartal stellt der Konzern zudem langsameres Umsatzwachstum zwischen vier und sechs Prozent in Aussicht.

Der Betriebsgewinn eBays ist im dritten Quartal um mehr als die Hälfte auf 283 Millionen Dollar gefallen. Der Nettogewinn ist sogar um gut 60 Prozent auf 264 Millionen Dollar gesunken, wie eBay mitteilt. Im zweiten Quartal hatte eBay noch 732 Millionen Dollar Betriebsgewinn und 294 Millionen Dollar Reingewinn verzeichnet, aber auch da ließ der Pandemieschwung schon nach.

Gleichzeitig geht die Zahl der aktiven Käufer bei eBay weiter zurück. Im Pandemiejahr 2020 konnte sich eBay über kontinuierlichen Zustrom bis auf 166 Millionen Käufer im ersten Quartal 2021 freuen. Im Frühjahresquartal sank diese Zahl auf 159 Millionen, im jüngsten Quartal sogar auf 154 Millionen. eBay hat also fünf Prozent weniger aktive Käufer als im Vorquartal.

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Die Handelsplattform treibt ihre zu Jahresbeginn eingeführte Zahlungsplattform als neue Zahlungsart für Privatverkäufe weiter voran. Wurde die Zahlungsabwicklung im zweiten Quartal noch von 71 Prozent der Verkäufer genutzt, hat eBay dies auf zuletzt 90 Prozent steigern können. Über 18 Millionen Verkäufer sind auf die eBay-Zahlungsplattform, mit der sich das Unternehmen endgültig von seiner einstigen Tochter PayPal ablöst, umgezogen.

(fds)