eco koordiniert GAIA-X Federation Services

Der eco Verband soll das Projektmanagement für GAIA-X organisieren. Vor allem will man kleineren Unternehmen das Mitmachen erleichtern.

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(Bild: alphaspirit/Shutterstock.com)

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  • Jürgen Diercks

Gemeinsam mit Partnern will der eco Verband der Internetwirtschaft e. V. sogenannte GAIA-X Federation Services näher beschreiben. Sie legen fest, wie technische Dienste beziehungsweise Microservices in der Basisinfrastruktur zusammenarbeiten sollen. Dazu hat der Verband ein Project Management Office eingerichtet und fünf Arbeitspakete definiert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt mit rund 13,5 Millionen Euro. GAIA-X ist der Versuch der Europäischen Union, eine gemeinsame Dateninfrastruktur aufzubauen, in der die Teilnehmer Dienste und Geschäftsmodelle aller Art bereitstellen und in einem sicheren und vertrauenswürdigen Umfeld kooperieren und Innovationen vorantreiben können.

Laut Andreas Weiss zeigt die Covid-19-Situation, dass stabile und resiliente digitale Infrastrukturen und Dienste große Bedeutung haben.

(Bild: eco Verband)

Andreas Weiss, Geschäftsbereichsleiter Digitale Geschäftsmodelle, will damit den Grundstein dafür legen, das Leistungsversprechen von GAIA-X einzulösen. Das föderative Konzept hat das Ziel, einen selbstbestimmten Datenraum für Europa zu schaffen. In diesem Sinne will man auch die Federation Services als Open Source erstellen. Benutzergruppen dürfen sich hier selbst organisieren, sofern sie die entsprechenden Regeln akzeptieren.

Bei der ersten Spezifikationsrunde bis zum Frühjahr 2021 stehen die fünf GAIA-X-Kernservices "Identity & Trust", "Federated Catalogue", "Sovereign Data Exchange", "Compliance and Federation Services Integration" und "Portal" im Vordergrund. Im April soll die Ausschreibung für die einzelnen Microservices und Schnittstellen starten.

Das angestrebte GAIA-X-Regelwerk verknüpft Daten und Infrastruktur miteinander. Teilnehmer können somit Daten und Services über sektorspezifische Datenräume hinweg nutzen. Alle Dienstangebote sind offengelegt, was die Abhängigkeiten zu einzelnen Anbietern reduzieren soll.

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GAIA-X legt den Fokus auf europäische Standards und Werte. In der Initiative beteiligen sich derzeit schon über 300 Unternehmen und Organisationen. 75 Prozent kommen aus der Privatwirtschaft, davon sind die Hälfte kleine und mittlere Unternehmen.

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(jd)