heise meets… Innovationsmanagement und Fördervergabe – wie geht das?

Michaela Scheeg vom Institut für Innovations- und Informationsmanagement empfiehlt: "Keine Angst und den 1. Schritt wagen, trotz des hektischen Tagesgeschäfts!"

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Von
  • Gisela Strnad

Informationsmanagement ist in der Definition von Michaela Scheeg, "dass das Potenzial der Information zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele voll ausgeschöpft wird." Jeder könne sich die Frage stellen: "Verfügen wir über die richtigen Prozesse und Strukturen, um die Informationen zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in geeigneter Art und Weise vorliegen zu haben?"

Um in dieser Frage Klarheit zu erlangen, kann unter anderem das Institut für Innovations- und Informationsmanagement (ifii) in Brandenburg begleitend unterstützen. Aber auch im Zusammenspiel mit Innovationen, die Bestehendes optimieren, sicherer machen oder neu denken, kann dies gelingen. Beratung in diesem Umfeld können etwa kleine und mittelständische Unternehmen, Institutionen und öffentliche Auftraggeber in Anspruch nehmen. Die Wissenstransferleistungen stehen jedem zur Verfügung.

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Wissenstransfer ist auch mehr als ein Wirtschaftsförderinstrument. Das Ziel ist Unternehmen wettbewerbsfähiger und zukunftsfähiger zu machen beziehungsweise Defizite zu beheben. Im ifii stehen dafür etwa 20 Personen beratend und mitarbeitend zu Seite, die über die unterschiedlichsten Kompetenzen verfügen. Gearbeitet wird mittels nutzerzentrierter Methoden, die sich an den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden orientieren.

Partner im Umfeld der Innovationsentwicklung und dem Wissenstransfer sind zudem Universitäten und die Wirtschaftsministerien des Bundes und der Länder.

Mit dem Mittelstand-Digital Netzwerk unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen. Die Zentren werden vollständig durch das BMWK gefördert. Kleine und mittelständische Unternehmen können von kostenfreien Veranstaltungen, Workshops und Infomaterialien profitieren und erhalten Antworten auf alle Fragen zum Thema Digitalisierung und Informationen zu möglichen Förderungen.

Michaela Scheeg ist Geschäftsführerin des Instituts für Innovations- und Informationsmanagement.

Kompetenzzentren, die als kostenneutrale und herstellerunabhängige Anlaufstelle zur Erstberatung dienen, gibt es im gesamten Bundesgebiet und auf Landesebene. Michaela Scheeg und das ifii-Team können unter anderem im Digitalwerk in Werder und im Mittelstand-Digital-Zentrum Berlin Unterstützung anbieten.

Die Förderstruktur ist mehrstufig aufgebaut. Neben Bund-, Landes- und EU-Fördertöpfen gibt es etwa Institutionen, Stiftungen und Crowdfunding, die Gelder für Innovationsförderung und Nachhaltigkeit zur Verfügung stellen. Informationen über Themen wie beispielsweise Fördermittel und vergünstigte Darlehn können über die regionalen Wirtschaftsförderungen und Kammern (IHK, Handwerkskammer) eingeholt werden. Michaela Scheeg erläutert: "Beratungen in den Zentren und Wirtschaftsförderungen sind in der Regel kostenlos, einfach den 1. Schritt machen und hingehen."

Wichtig ist ihr jedoch: "Wenn eine Innovationsförderung angestrebt wird, sollte auf jeden Fall eine externe und zugelassene Beratung hinzugezogen werden. Oftmals wird diese Beratungsleistung auch über die Fördermittel finanziert." Im Umfeld der Fördermittel sei wichtig, "dass das Unternehmen vorher mit Experten spricht, genau hinschaut, hinhört und erkennt, was machbar ist und was es als Unternehmen braucht". Weitere Informationen zu Fördermaßnahmen sind auch in der Förderdatenbank nachzulesen.

Kleine und mittelständische Unternehmen, die oftmals sehr stark im Tagesgeschäft verhaftet sind, sollten sich dennoch die Zeit nehmen, über ihre Geschäftsmodelle und Prozesse nachzudenken und sie zukunftsfähig umzubauen. Das spart am Ende langfristig Ressourcen und eröffnet teilweise sogar neue Umsatzmöglichkeiten.

Keine Angst vor dem ersten Schritt und ihn wagen – Sie werden begleitet.

(bme)