heise meets … Soziales Engagement lohnt sich für Unternehmen

Die Förderung von sozialen Projekten und Umweltschutz hat für alle Beteiligten nur Vorteile, erklärt Oliver Winzenried, Vorstand der Wibu-Systems AG.

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Von
  • Elmar Salmutter

Oliver Winzenried ist als Unternehmer auch sozial aktiv. Der Mitbegründer und Vorstand der Wibu-Systems AG in Karlsruhe unterstützt zahlreiche soziale Projekte im In- und Ausland. Er sagt im Gespräch mit Podcast-Gastgeber Sebastian Gerstl: "Es ist nicht ausreichend, nur Steuern zu bezahlen." Denn: "Ich denke, uns geht es hier in Deutschland sehr gut. Auch wenn wir an vielen Stellen berechtige Kritik äußern, leben wir trotzdem in einem Land, wo alles sehr gut funktioniert und die soziale Sicherheit sehr hoch ist. Das ist nicht überall auf der Welt so. Von daher können wir auch einen Teil zurückgeben."

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Die Wibu-Systems AG fördert neben Umweltprojekten zum Beispiel auch sehr stark die nph Kinderhilfe Lateinamerika, etwa in Form einer Kindertagesstätte in Honduras. "Wir unterstützen darüber hinaus auch andere Projekte der nph Kinderhilfe, zum Beispiel Weihnachtsgeschenke-Aktionen", sagt Winzenried. "Kinder sind unsere Zukunft. Das ist für ein traditionelles, familiengeführtes Unternehmen wie Wibu-Systems sehr wichtig, dass Kinder überall auf der Welt die Chance auf eine gute Ausbildung bekommen."

Oliver Winzenried

Doch soziales Engagement lässt Firmen auch in einem guten Licht erscheinen, verrät Oliver Winzenried, wenn er sagt: "Wenn es gelingt, das persönliche Herzensthema rund um die IT-Security auch bei Projekten außerhalb der unternehmerischen Tätigkeit einzubringen, dann ist das sicherlich etwas, was sich gut anfühlt und was auch bei den Mitarbeitern, Partnern und Kunden gut ankommt." Aus Sicht des Entscheiders geht es auch darum, das Unternehmen für Fachkräfte attraktiv zu machen, denn diese Menschen sind gerade im IT-Sektor rar und begehrt.

"Wir sind in der Situation, dass wir zu wenige potenzielle Mitarbeiter haben", räumt er ehrlich ein. Gerade junge Menschen möchten nicht nur Geld verdienen, sondern auch einen Sinn in ihrem Tun erblicken, und ein Unternehmen, das sich sozial und nachhaltig betätigt, hilft dabei. "Die Mitarbeiter suchen nach mehr", bestätigt Winzenried. "Man braucht eine Sinnhaftigkeit in der Tätigkeit." Beschäftigte müssen sich mit den Firmen identifizieren, denn erst dann würden sie sich hundertprozentig in die Arbeit reinknien. Auch innovative, zukunftsträchtige Produkte spielen dabei eine Rolle, so der Fachmann.

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Energieeffizienz und Nachhaltigkeit rücken ebenfalls zunehmend in den Fokus. Der Gründer betont, dass der Neubau des Unternehmensstandorts ab 2019 in Karlsruhe nachhaltig geschah. Man habe nur hochwertige Materialien eingesetzt und auf eine gute Energiebilanz geachtet. "Außerdem heizen wir jetzt mit Fernwärme, wo der größte Teil aus regenerativen Energien kommt, wir haben reichlich Photovoltaik auf den Dächern und Batteriespeicher im Gebäude", berichtet Winzenried. Zudem stünden Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos bereit, ebenso wie eine hochentwickelte Haustechnik, die beim Energiesparen helfe, ohne den Komfort zu reduzieren. "Wir versuchen auch, bei unseren Produkten entsprechend nachhaltige Materialien zu verwenden."

(bme)