iMac 2020: Anders, aber doch gleich

Ein erster Teardown von Apples neuester All-in-One-Maschine zeigt interne Umbaumaßnahmen im alten Design – bei deutlich mehr Power.

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(Bild: OWC / Screenshot YouTube)

Von
  • Ben Schwan

Apples neuer iMac sieht äußerlich nicht sonderlich interessant aus. Die Anfang August erschienenen 2020er Modelle kommen in einem unveränderten Design, dafür aber mit leistungsstärkerer Hardware.

Ein erster Teardown, den der Zubehöranbieter Other World Computing durchgeführt hat, zeigt nun die verschiedenen internen Neuerungen – sowie Vor- und Nachteile der frischen All-in-One-Maschinen. Untersucht wurde dabei das 27-Zoll-Modell, das die deutlichsten Veränderungen aufweist.

Apples Entscheidung, bei den neuen iMacs endlich komplett auf SSDs als Speichermedium zu setzen und die Fusion-Drive-Technik mit zusätzlicher Festplatte zu beerdigen, zeigt sich natürlich auch auf der Hauptplatine. SATA-Anschlüsse fehlen dort nun. Die SSD ist entsprechend verlötet und kann nicht getauscht werden. Allerdings gibt es einen Erweiterungsanschluss, der jedoch nur bei den teuren 4-TByte- und 8-TByte-Konfigurationen vorhanden ist, bei den 256-GByte-, 512-GByte-, 1-TByte- und 2-TByte-Varianten aber nicht.

Apple nennt dies intern ein "Flash Storage Expansion Board"; ob es für Erweiterungen genutzt werden könnte, bleibt unklar – diese dürften bei 4-TByte- und 8-TByte-SSDs aber sowieso eher unnötig sein. Die verlöteten Module sind mit dem Expansion Board verdongelt, entsprechend gehen bei Austausch der Hauptplatine die Daten verloren.

Apple hat dem iMac 2020 mehr Mikrofone verpasst, um Sprachaufnahmen und Siri zu verbessern. Die neue Kamera mit 1080p-Qualität ist am LCD befestigt, was die Rechneröffnung delikat macht. Bei Stromversorgung, Kühlung und Kopfhöreranschluss hat sich laut OWC nichts verändert – die verbesserten Lautsprecher waren als solche nicht recht erkennbar. Erweiterbar bleibt der Hauptspeicher des 27-Zoll-iMac – dazu gibt es eine von Außen erreichbare Klappe.

Apple hat mit dem iMac 2020 erstmals auch i9-Chips mit 10 Kernen gegen Aufpreis im Angebot. Der 27-Zoll-iMac kommt für 600 Euro auch mit dem sogenannten Nanotexturglas, das einen matten Bildeindruck bietet. Weiterhin kann man erstmals auch 10-Gigabit-Ethernet ordern. Die Reparierbarkeit bleibt weiter problematisch und am besten nur Profis vorbehalten. (bsc)